Bürglen: 100-jährige Leitungen werden ersetzt

Die Gemeinde Bürglen investiert im nächsten Jahr über zwei Millionen Franken in ihre Infrastruktur. Der Löwenanteil fliesst in die Sanierung von Wasser- und Abwasserleitungen.

Hannelore Bruderer
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Die Bürgler Zeltlistrasse wird 2019 saniert. (Bild: Hannelore Bruderer)

Die Bürgler Zeltlistrasse wird 2019 saniert. (Bild: Hannelore Bruderer)

Bei der Finanzlage der Gemeinde Bürglen zeichnet sich noch keine Trendwende zum Besseren ab. «Unser Ziel ist es, das Eigenkapital nicht weiter abzubauen und den Steuerfuss von 69 Prozent stabil zu halten», sagt Gemeindepräsident Erich Baumann. Bei einem Gesamtaufwand von rund 9.1 Millionen Franken weist das Budget 2019 einen Verlust von 78280 Franken aus.

Aufgrund der steigenden Einwohnerzahl geht die Gemeindebehörde für 2019 von höheren Steuereinnahmen aus. Bereits im laufenden Jahr würden die Steuererträge den budgetierten Wert voraussichtlich übertreffen, erklärt Baumann. Zurückzuführen sei dies auch auf Erträge aus früheren Jahren bei juristischen Personen. Auf der Aufwandseite steigen die Kosten der Pflegefinanzierung weiterhin an, wenn auch nicht mehr so stark wie in den letzten Jahren.

Die Ersatzabgabe sinkt

Nach oben zeigen auch die Kosten für den öffentlichen Verkehr. Zu einer Senkung kommt es hingegen bei der Feuerwehrersatzabgabe, die von 15 auf 13 Prozent reduziert wird. Da die Spezialfinanzierung Feuerwehr über einen Bestand von 570 000 Franken verfügt, lasse sich das neue Tanklöschfahrzeug darüber amortisieren, begründet der Gemeinderat.

Von den 2.11 Millionen Franken, die die Gemeinde Bürglen im nächsten Jahr investieren will, fliessen fast vier Fünftel in die spezialfinanzierten Bereiche Wasser und Abwasser. «Wir haben 2019 ein überdurchschnittlich hohes Investitionsvolumen», sagt Baumann. «Bei den Investitionen darf man nicht vergessen, dass wir dafür einen realen Gegenwert bekommen.»

Neue Leitung nach Weinfelden

730000 Franken sind für die Netzsanierung und den Ausbau der Wasserleitung Weinfelderstrasse veranschlagt. Da das kantonale Tiefbauamt im nächsten Jahr die Weinfelderstrasse sanieren wird, nutzt die Gemeinde die Gelegenheit, die über hundert Jahre alte Wasserleitung auf einer Länge von 1320 Metern zu sanieren. Ab Sonnenhof entsteht eine neue Leitung mit einem Anschluss an die Wasserversorgung der Technischen Betriebe Weinfelden.

Ebenfalls hundertjährig ist die Wasserleitung Oberdorfstrasse in Opfershofen. Dort ist es in jüngster Zeit gehäuft zu Wasserrohrbrüchen gekommen. Eine neue Leitung für budgetierte 580000 Franken soll Abhilfe schaffen. Bereits an der letzten Gemeindeversammlung genehmigten die Stimmbürger einen Kredit für die Teilsanierung der Zeltlistrasse.

Aufgrund eines Rechtsmittelverfahrens verzögerte sich das Bauprojekt. Nun sollen beide Etappen 2019 ausgeführt werden. Für die zweite Etappe sind 360000 Franken für den Strassenbau, 175000 Franken für die Sanierung der Wasserleitung und 95000 Franken für die Sanierung der Abwasserleitung vorgesehen.

70000 Franken hat der Gemeinderat für Wasserbau-Sofortmassnahmen beim Projekt Käsibach in Moos budgetiert.

Hinweis: Versammlung politische Gemeinde Bürglen: Montag, 3. Dezember, 20 Uhr, Mehrzweckhalle Bürglen