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Bürgergemeinde verliert Prozess gegen ehemaligen Angestellten

Am Mittwochabend hat die Bürgergemeinde Weinfelden die Jahresversammlung im Rathaussaal abgehalten. Im Zentrum standen die Sanierungen am Gasthaus zum Trauben und ein Gerichtsfall.
Sabrina Bächi
Präsident Stefan Haffter führt durch die Versammlung der Bürgergemeinde Weinfelden (Bild: Sabrina Bächi)

Präsident Stefan Haffter führt durch die Versammlung der Bürgergemeinde Weinfelden (Bild: Sabrina Bächi)

Die Zahlen bestimmten den Abend. Draussen schien die Sonne, im Rathaussaal ging es heiss zu und her. Immer wieder ging ein Raunen durch die Reihen. Doch was die Gemüter erhitze waren weniger die Zahlen der Jahresrechnung als ein Kredit und ein Gerichtsfall.

Gestartet ist die Versammlung der Bürgergemeinde Weinfelden reibungslos. Präsident Stefan Haffter führt zügig durch die Formalitäten – Protokoll und Jahresbericht werden einstimmig gutgeheissen. Auch die Rechnung, welche Kassierin Corina Mästinger vorstellt und mit 111000 Franken Gewinn schliesst, heissen die 64 anwesenden Bürger gut. Ebenso das Budget 2018. Einigkeit auch bei der Wahl zweier neuer Mitglieder für die Rechnungsprüfungskommission: Remo Thoma und Oliver Stäheli wirken künftig in der Kommission mit.

Grosse Sanierung am Gasthaus Trauben geplant

Dann folgt das Traktandum acht: Planungskredit über 390000 Franken für Erneuerungsarbeiten am Gasthaus zum Trauben. Ausführlich erklärt der Bürgerpräsident, warum das Kreditbegehren so hoch ausfällt. «Nach einem Rohrbruch 2014 haben Untersuchungen ergeben, dass das Gasthaus einen Sanierungsbedarf hat», sagt Stefan Haffter. «Um die Sanierung genau zu planen, braucht es eine präzise Vorarbeit mit Gutachten vieler Fachplaner», fügt der zuständige Weinfelder Architekt Werner Keller an.

Bei der Sanierung geht es um die Hotelzimmer über dem Saal, eine Gesamterneuerung der Küche und den Brandschutz. Des Weiteren soll ein hindernisfreier Zugang zum Gebäude gewährleistet werden. «Ein Lift ist in jedem Fall notwendig», sagt Haffter. Nicht zuletzt soll auch das Foyer erneuert oder umgebaut werden. Es sei für grosse Anlässe zu klein, erklärt Haffter. «Für den Umbau wird der Trauben von Februar bis September 2020 komplett geschlossen.» Trotz einiger Bedenken wegen der Höhe des Kredits wird das Begehren angenommen.

Ein Ende mit Schrecken nach zwölf Jahren

Zum Schluss informiert Stefan Haffter über den Ausgang des Gerichtsfalls mit einem ehemaligen Angestellten. Der Förster verklagte die Bürgergemeinde wegen fehlender Überstundenauszahlung. Nach zwölf Jahren hat das Obergericht nun ein Urteil gefällt: Die Bürgergemeinde Weinfelden muss dem ehemaligen Forst-Mitarbeiter insgesamt rund 1500 Überstunden vergüten. Mit den Anwaltskosten zusammen hat dieser Schrecken für sie nun mit 161785 Franken ein Ende gefunden.

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