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Bub im Weinfelder Hallenbad fast ertrunken – jetzt gibt es neue Sicherheitsvorkehrungen

Die Gemeinde verbessert die Sicherheitsvorkehrungen im Hallenbad Weinfelden. Nebst kleineren baulichen Massnahmen verkürzen die Verantwortlichen auch das Intervall der Lebensrettungskurse für die Angestellten.
Mario Testa
Im Weinfelder Hallenbad verhindern die Betonsäulen eine freie Sicht für die Badmeister. Ein Bub wäre Anfang Jahr fast ertrunken. (Bild: PD)

Im Weinfelder Hallenbad verhindern die Betonsäulen eine freie Sicht für die Badmeister. Ein Bub wäre Anfang Jahr fast ertrunken. (Bild: PD)

Gefährliche Zwischenfälle im Hallenbad sind selten, aber es gibt sie. Erst vor wenigen Wochen, am ersten Samstag im neuen Jahr, wäre ein fünfjähriger Bub fast ertrunken. «Als seine Mutter auf die Toilette ging, verliess er den Nichtschwimmerbereich und sprang ins grosse Becken», sagt Roberto Cantelli, Leiter der Weinfelder Bäder.

Der Bub ging im Einstiegsbereich des Beckens unter – genau dort, wo die Badmeister aus ihrer Kabine wegen der vielen Betonsäulen schwierig hinsehen können. Dank eines aufmerksamen Jugendlichen, der den unter Wasser treibenden Buben entdeckte und aus dem Becken zog, sowie einer herbeigeeilten Frau, die sich sofort an die Reanimation machte, überlebte der Bub.

Chefbadmeister Roberto Cantelli und der für die Sportanlagen zuständige Gemeinderat Valentin Hasler. (Bild: Mario Testa)

Chefbadmeister Roberto Cantelli und der für die Sportanlagen zuständige Gemeinderat Valentin Hasler. (Bild: Mario Testa)

«Auch der Badmeister war schnell zur Stelle und half mit bei der Reanimation des Buben, wie auf den Überwachungsaufnahmen zu sehen ist», sagt Cantelli.

Sicherheitsmängel im 40-jährigen Hallenbad

Unabhängig von diesem Ereignis investiert die Gemeinde in die Sicherheit des Hallenbads. «Wir haben im vergangenen Jahr ein Sicherheitskonzept erstellen lassen. Und es hat sich gezeigt, dass es im rund 40 Jahre alten Hallenbad Sicherheitsmängel gibt», sagt der zuständige Gemeinderat Valentin Hasler.

«In einem ersten Schritt setzen wir nun Sofortmassnahmen für 16'000 Franken um. Das betrifft Schalter, Alarmknöpfe aber auch organisatorische Massnahmen.»

Zu den organisatorischen Massnahmen gehören auch mehr Kurse für die Angestellten. «Bislang hatten die Mitarbeiter alle zwei Jahre einen Kurs in lebensrettenden Sofortmassnahmen, kurz BLS/AED», sagt Roberto Cantelli. «Ab dieser Saison machen wir diese Kurse jährlich. Häufige Repetitionen sind wichtig, um das Gelernte präsent zu halten. Zudem werden nun auch die Kassierinnen beschult, um im Notfall Hilfe leisten zu können.»

Neue Kursintervalle für mehr Sicherheit

Es gibt laut Cantelli Richtlinien der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft SLRG, aber keine Gesetze, wie oft Badimitarbeiter solche Kurse besuchen müssen. Und mit den neuen Kursintervallen würden diese Richtlinien nun übertroffen.

Nebst den Kursen zu Lebensrettenden Sofortmassnahmen besuchen die Angestellten der Bäder auch alle vier Jahre wieder einen Rettungsschwimmer-Kurs. Rückblickend auf den Vorfall mit dem geretteten Bub von Anfang Jahr sagt Roberto Cantelli:

«Es hat sich gezeigt, dass die Alarmierung und die Rettungswege gut funktioniert haben, nachdem der Jugendliche den Buben aus dem Wasser gezogen hatte. Das eingeschränkte Blickfeld aus der Badmeister-Kabine müssen wir verbessern.»

Neuer Chefbadmeister seit August

Seit Ende Sommerferien stehen die Bäder in Weinfelden unter neuer Leitung. Nachdem David Strupler seine Kündigung eingereicht hatte, um sich auf sein Kampfsportzentrum konzentrieren zu können, hatte die Gemeinde die Stelle ausgeschrieben. Neuer Leiter Bäder in Weinfelden ist Roberto Cantelli. Der 54-Jährige wirkte in selber Funktion schon seit 18 Jahren in verschiedenen Badis, zuletzt in Embrach. Cantelli bringt aus seiner ersten Ausbildung auch Erfahrung als Rettungssanitäter mit.

Aufsichtsplicht

Für Kinder bis 8 Jahre gilt in den Weinfelder Bädern eine Aufsichtspflicht für die Eltern. «Wir haben die Vorschriften mit der Sportkommission überarbeitet. Von einer möglichen Erhöhung auf 10 Jahre haben wir abgesehen», sagt Valentin Hasler. (mte)

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