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Brunnenstreit Romanshorn:
Heftige Kritik an der Stadt - Anwohner bieten Hand zu einer Lösung

Im letzten Dezember entfernte die Stadt einen alten Brunnen aus dem Löffelpark und machte die Grünanlage zur Steinfläche. Vielleicht gibt es ein Happy End.
Markus Schoch

Am Schluss der Gemeindeversammlung am Montagabend kochten die Emotionen nochmals hoch. Auslöser einer hitzigen Debatte war SVP-Präsidentin Monika Eugster, die von Stadtrat Patrik Fink wissen wollte, wie es denn jetzt mit dem fast 150 Jahre alten Brunnen weiter geht, den die Stadt im letzten Dezember aus dem Löffelpark abtransportiert hat. Eine von der Partei unterstützte Petition mit 337 Unterzeichnern fordert von der Behörde, den Zeitzeugen zurückzubringen und den alten Zustand mit Bänkli sowie Grünelementen wieder herzustellen. Heute präsentiere sich der Ort als Steinwüste, kritisierte die SVP bereits im Januar. «Bis heute ist nichts passiert in dieser Sache», wunderte sich Eugster am Montagabend.

Das Objekt, um den sich der Streit dreht: Ein Brunnen aus dem Jahr 1871. (Bild: PD)

Das Objekt, um den sich der Streit dreht: Ein Brunnen aus dem Jahr 1871. (Bild: PD)

Anwohnerin sagt: "Wir waren schockiert"

Auch die Anwohner wünschen sich die früheren Zeiten sehnlichst zurück. «Wir waren schockiert, als die Stadt in einer Nacht-und-Nebel-Aktion den Brunnen wegbrachte, die Sträucher rodete und den Boden mit Steinen bedeckte», sagte eine Frau. Damit sei ein Stück Geschichte und Heimat für die Menschen im Quartier verloren gegangen. Die Kinder hätten im Brunnen gebadet, Velofahrer ihre Trinkflaschen aufgefüllt und Menschen sich zu einem Schwatz getroffen. «Wir wollen, dass es wieder so wird, wie es einst war», sagte die Anwohnerin. Und sie seien auch bereit, etwas dafür zu tun, um die Stadt zu entlasten. Konkret: Den Brunnen zu putzen, die Sträucher zu schneiden und den Abfall am Boden zu beseitigen. «Die Stadt muss sich dann nur noch um die geschützte Eiche kümmern.»

Stadtrat will nicht öffentlich verhandeln

Stadtrat Fink zeigte sich befremdet über die Wortmeldung der Frau. Denn es würden Verhandlungen laufen, die er nicht in aller Öffentlichkeit an einer Gemeindeversammlung führen wolle. Zuvor hatte Fink versucht, Verständnis für das Handeln der Stadt zu wecken. Um die Finanzen ins Lot zu bringen, habe der Stadtrat im Rahmen der haushaltssichernden Massnahmen entschieden, beim Unterhalt der Parkanlagen die Kosten um mindestens 50'000 Franken pro Jahr zu drücken. «Und an der letzten Budgetgemeinde haben Sie den Spardruck zusätzlich erhöht», rief Fink in Erinnerung. «Sie können jetzt nicht noch kommen und uns vorschreiben, wo wir sparen sollen.» Beim Löffelpark sei die Stadt aktiv geworden, «weil die Aufenthaltsqualität nicht vorhanden ist».

So präsentierte sich der Park, nachdem die Stadt Brunnen und Sträucher entfernt hatte. (Bild: Reto Martin)

So präsentierte sich der Park, nachdem die Stadt Brunnen und Sträucher entfernt hatte. (Bild: Reto Martin)

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