Brennpunkt Bahnhof Weinfelden: SVP-Politiker fordern Beseitigung der Missstände

In einem offenen Brief wenden sich drei Weinfelder SVP-Politiker an die Stadt, den Kanton, die SBB und die Peregrina Stiftung. Sie fordern Lösungen für das Problem mit Asylsuchenden und Randständigen, die sich dort aufhalten.

Mario Testa
Merken
Drucken
Teilen
Der Bahnhof Weinfelden als Brennpunkt: Hier versammeln sich täglich Randständige sowie Asylsuchende - und das stört viele Passanten.

Der Bahnhof Weinfelden als Brennpunkt: Hier versammeln sich täglich Randständige sowie Asylsuchende - und das stört viele Passanten.

Bild: Andrea Stalder (Weinfelden, 13. November, 2020)

«Es ist höchste Zeit, endliche zu handeln!» steht im Titel des offenen Briefs, den Nationalrat Manuel Strupler, Kantonsrat Pascal Schmid und Stadtparlamentarier Marcel Knup verfasst haben. Sie orten am Bahnhof Weinfelden Missstände:

«Unbescholtene Bürgerinnen und Bürger werden belästigt, nächtliche Übergriffe und Überfälle häufen sich.»
Pascal Schmid, Kantonsrat SVP.

Pascal Schmid, Kantonsrat SVP.

Bild: Andrea Stalder

Inzwischen drohe die Situation zu eskalieren. So sei vor drei Wochen ein Neunjähriger nachmittags von mehreren dunkelhäutigen Personen bedrängte worden, eine unbestimmte Flüssigkeit zu trinken. Und vor zehn Tagen habe ein Eritreer am helllichten Tag zwei Polizistinnen attackiert und verletzt. «Wir akzeptieren es nicht, dass der Bahnhof Weinfelden von unerzogenen, unanständigen und pöbelnden Jugendlichen in Beschlag genommen wird.»

Passanten haben Angst am Bahnhof

Manuel Strupler, Nationalrat SVP.

Manuel Strupler, Nationalrat SVP.

Bild: Donato Caspari

Die drei Verfasser des offenen Briefs schreiben, sie würden häufig von Bekannten auf die missliche Situation am Bahnhof angesprochen. «Wir hören vermehrt, dass sie sich nicht mehr sicher fühlen und teilweise sogar Angst haben, sich am Bahnhof aufzuhalten - gerade jetzt, wo es abends wieder früher dunkel wird.» Und sie kommen zum Schluss:

«Das kann und darf nicht sein!»
Marcel Knup, Stadtparlamentarier Weinfelden.

Marcel Knup, Stadtparlamentarier Weinfelden.

Bild: PD

Mit ihrem offenen Brief fordern sie die Verantwortlichen der Stadt Weinfelden, des Kantons Thurgau, der SBB und der für die Asylbetreuung zuständigen Peregrina Stiftung dazu auf, die Missstände endlich zu beenden und das Problem ernsthaft, gemeinsam, konsequent und mit oberster Priorität anzupacken.

Erste Reaktionen der angeschriebenen Stellen stehen noch aus. Der Wortlaut des offenen Briefes: