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Brand in Kreuzlinger Tagesheim:
Polizei sucht Feuerteufel

In der Nacht auf Montag brannte es in einem Haus der Stiftung Mansio. Die Kantonspolizei Thurgau geht von Brandstiftung aus und sucht Zeugen.
Viviane Vogel
Vor dem Gebäude der Stiftung Mansio liegt noch ein letztes Stück Kohle.(Bild: Andrea Stalder)

Vor dem Gebäude der Stiftung Mansio liegt noch ein letztes Stück Kohle.
(Bild: Andrea Stalder)

«Das konnte nicht einfach so brennen», sagt Matthias Graf, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau. Kurz vor 1.30 Uhr alarmierte ein Anwohner die Kantonale Notrufzentrale. Er meldete Rauch, der aus einer Liegenschaft der Stiftung Mansio an der Alpstrasse stieg. Die Feuerwehr Kreuzlingen war rasch mit 25 Mann vor Ort und konnte das Feuer löschen. Der Brand verursachte einen Sachschaden von mehreren zehntausend Franken. Verletzt wurde niemand, es handelt sich jedoch um Brandstiftung.

«Das Feuer war nicht gerade klein.»

«Unsere Brandermittler haben das anhand verschiedener Spurenträger und Hinweise relativ schnell festgestellt», sagt Graf. Das Feuer sei nicht gerade klein gewesen. «Aber es ist nicht so, dass das Haus komplett ausgebrannt ist. Einen hohen Sachschaden gibt es oft auch wegen Rauchschäden, da man danach alle Wände wieder putzen muss», erläutert Graf. Was genau gebrannt hat und in welchem Ausmass im Detail kann er aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Die Polizei will kein Täterwissen veröffentlichen.

Beim betroffenen Gebäude handelt es sich um ein betreutes Wohnheim der Stiftung Mansio, welches nur tagsüber bewohnt ist. Menschen mit Behinderungen, die aber trotzdem alleine wohnen können, werden dort unterstützt und finden diverse Angebote. Da es «ein halböffentliches Haus» ist, wie es Graf nennt, wird nun zusätzlich abgeklärt, ob der Brandstifter gezielt vorgegangen ist.

Momentan ist noch alles möglich

Heimleiter Lutz Goldbecker sagt dazu auf Anfrage: «Es macht einem schon etwas Angst, aber wir haben keine Sorgen, dass so etwas nochmals passieren kann. Wir kennen nämlich niemanden, der uns je bedroht hat.» Zudem sei ja noch WM-Final gewesen. «Das könnte auch einfach jemand gewesen sein, der vom Final frustriert gewesen ist.» Das Feuer habe nicht professionell gewirkt, wie Goldbecker informiert. Da sich über die Nacht keine Klienten im Haus befinden, konnte niemand zu Schaden kommen.

Nun sei das grösste Problem, eine Übergangslösung zu finden. «Mit unseren Kunden müssen wir nicht vorsichtiger sein, als mit anderen Menschen. Wir sind da ganz offen. Wir riefen heute Morgen gleich alle an, da sie sonst vorbeigekommen wären, um Medikamente zu holen.» Als vorübergehende Notlösung mussten die Patienten und die Mitarbeiter nach Münsterlingen ausweichen.

Polizei sucht Zeugen

Zeugen werden gebeten, sich beim Kantonspolizeiposten Kreuzlingen unter 058 345 20 00 zu melden.

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