Bottighofer Gemeindeversammlung im Zeichen des Abschieds

Urs Siegfried konnte an seiner letzten Gemeindeversammlung eine sehr gute Rechnung vorlegen.

Marion Theler
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Abschiedsgeschenkt für den Gemeindepräsidenten: Urs Siegfried freut sich über die Tafel für seine Zufahrt. (Bild: Marion Theler)

Abschiedsgeschenkt für den Gemeindepräsidenten: Urs Siegfried freut sich über die Tafel für seine Zufahrt. (Bild: Marion Theler)

Die Rechnung 2018 schliesst dank hoher Grundstückgewinn-steuereingänge und hoher Steuereingänge aus früheren Jahren gut 800'000 Franken besser ab als budgetiert. Vorgesehen war ein Minus von gut 400'000 Franken. Nun resultiert trotz zusätzlicher Abschreibungen von rund 400'000 Franken für das Dorfzentrum und die Gemeindestrassen ein Plus von 20'000 Franken.

Gemeinderätin Christina Bührer erläuterte die Rechnung. Der Nettoertrag liegt sogar eine Million Franken über dem Budget. Die Rechnung des Alterszentrums schloss dieses Jahr noch in den roten Zahlen ab, weil der Betrieb erst im Februar startete und es zudem sehr viele Todesfälle gab. Das Beachvolleyballfeld musste infolge von Vandalenakten saniert werden.

Hafenwand ist in einem desolaten Zustand

Die Spundwand der Nordmole im Hafen stammt aus dem Jahr 1968. Insbesondere im westlichen Teil, also der Hafeneinfahrt, ist ihr Zustand reichlich desolat. Die drei Tage heftige Bise letzter Woche hätten die als Notlösung konzipierten Reparaturarbeiten kaputt gemacht, erklärte Gemeindepräsident Urs Siegfried. Für 455'000 Franken werden nun 25 Meter komplett ersetzt.

Im restlichen Teil der 130 Meter langen Spundwand müssen die Querträger und Befestigungselemente repariert werden. Mit den Arbeiten soll möglichst schon im Herbst begonnen werden, sofern es der Wasserstand erlaubt. 84 Stimmberechtigte sowie 18 Gäste waren anwesend. Alle Begehren wurden einstimmig genehmigt.

Urs Siegfried leitete nach zwölf Jahren seine letzte Gemeindeversammlung. Die Arbeit sei schön, interessant und anspruchsvoll gewesen. Insbesondere die Revision der Ortsplanung habe sehr viel Geduld gebraucht. Die Einwohner seien nicht immer nur «pflegeleicht», sagte Siegfried. Er bedankte sich bei der Verwaltung, dem Kollegium und allen Einwohnern für die Zusammenarbeit und das Vertrauen.

Bührer erinnerte daran, dass Siegfried bereits seit 1989 der damaligen Ortsbehörde angehörte, und zählte die wichtigsten Projekte auf, die er zum Abschluss bringen konnte. Gebührend verabschiedet wurde auch Erich Brunner, der während 14 Jahren das Ressort Werke betreute. Brunner sei ein stiller Schaffer mit hoher fachlicher Kompetenz, sagte Siegfried. Der Gemeindepräsident informierte, dass man auf einen positiven Entscheid des Kantons zur Ortsplanung diese Tage hoffe.

Noch eine Million Franken mehr bei der Schule

Auch die Primarschule schliesst markant besser ab als budgetiert, nämlich mit einem Plus von rund 650'000 Franken statt einem Minus von 440'000 Franken. Kostenmässig habe man überall besser abgeschnitten sagte Schulpräsident Michael Thurau. Entscheidend waren aber auch hier die sehr hohen Steuererträge sowie ein um eine Viertel Million kleinerer Beitrag an den Finanzausgleich. Das Plus wird vollumfänglich dem Eigenkapital zugewiesen.

Auch für Michael Thurau war dies die letzte Versammlung nach zehn Jahren Behördentätigkeit, wovon sieben Jahre als Präsident. Rico Lauper würdigte sein grosses Schaffen.

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