Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Bottighofen: Thurau will von der Schule zur Gemeinde wechseln

Die Katze ist aus dem Sack: Für das Gemeindepräsidium von Bottighofen interessieren sich bisher drei Männer: Der amtierende Schulpräsident Michael Thurau, Unternehmensberater Lukas Hoffmann und Zahnarzt Matthias Hofmann.
Nicole D'Orazio
In Bottighofen sind die ersten Kandidaten für das frei werdende Gemeindepräsidium bekannt. (Bild: Nana do Carmo)

In Bottighofen sind die ersten Kandidaten für das frei werdende Gemeindepräsidium bekannt. (Bild: Nana do Carmo)

Überraschung in Bottighofen: Michael Thurau, der Präsident der Primarschulbehörde sowie Vizepräsident der Sekundarschule Kreuzlingen, will neuer Gemeindepräsident werden. Am Sonntag wurde im Dorf der Flyer für eine baldige Podiumsdiskussion mit den drei bisher bekannten Kandidaten verteilt. Neben Thurau möchten Lukas Hoffmann, Unternehmensberater aus Balterswil und Matthias Hofmann, Zahnarzt aus Bottighofen, Nachfolger von Urs Siegfried werden. Amtsinhaber Urs Siegfried tritt Ende der Legislatur zurück.

Michael Thurau. (Bild: Donato Caspari)

Michael Thurau. (Bild: Donato Caspari)

«Meine Kandidatur hat überhaupt nichts mit den Geschehnissen rund um den Rücktritt des Kreuzlinger Schulpräsidenten René Zweifel zu tun», sagt Thurau. Er sei im letzten Herbst von einem Mitglied der Bürgerlichen Vereinigung angefragt worden, ob er Interesse am Gemeindepräsidium hätte, falls Siegfried zurücktritt. «Ich habe mir dann Gedanken gemacht und bald mitgeteilt, dass ich mir das vorstellen könnte.»

Eine längerfristige Perspektive fürs Präsidium

Bei einer Wahl würde er deswegen im kommenden Sommer als Schulpräsident zurücktreten, sagt der 53-Jährige. Das Teilzeitpensum zwischen 40 bis 60 Prozent als Gemeindepräsident wäre für ihn ideal, da er seine Treuhandfirma weiterführen will. Das Gemeindepräsidium sei für ihn zudem eine spannende längerfristige Zukunftsperspektive. «Ich werde nicht mit 65 Jahren aufhören zu arbeiten. Ob das in der Firma oder vielleicht auf der Gemeinde sein wird, werden wir sehen. Ich habe zwei noch nicht erwachsene Kinder.»

Gute Menschenkenntnis und viel IT-Erfahrung

Lukas Hoffmann. (Bild: PD)

Lukas Hoffmann. (Bild: PD)

Die Schweiz und die Demokratie liegen Lukas Hoffmann am Herzen. Letztere soll so bestehen bleiben und er möchte sich einbringen. Er interessiert sich für das Amt des Gemeindepräsidenten, da er über eine gute IT-Erfahrung, gute Menschenkenntnis und politisches Interesse verfüge, sagt der 58-Jährige aus Balterswil. Er führt eine eigene Unternehmensberatung, kommt aber ursprünglich aus der Gastronomie.

«Ich bin in Arbon und Horn aufgewachsen. Der See ist ein Fixpunkt für mich. Daher habe ich mich auch in Bottighofen beworben», sagt Hoffmann. Die Gemeinde sei gut aufgestellt und die Leute seien dynamisch. «Ich kandidiere bewusst nicht in meiner Wohngemeinde. Ich finde es ideal, von auswärts und damit unvoreingenommen, das Amt übernehmen zu können.» In Amlikon hat er seine Kandidatur ebenfalls eingereicht. Diese werde er aber zurückziehen, da er nicht mehrgleisig fahren wolle. «Ich fühle mich wohl mit dem Gedanken, die Leute zu motivieren und sich im Interesse der Gemeinde auch mal gegen den Kanton zu wehren», sagt Hoffmann.

Der ideale Moment für eine neue Herausforderung

Matthias Hofmann. (Bild: PD)

Matthias Hofmann. (Bild: PD)

Matthias Hofmann lebt seit sieben Jahren in Bottighofen. «Es gefällt mir sehr gut und es ist ein Privileg, hier wohnen zu können», sagt er. Gerne würde er etwas für die Gemeinde tun. Diese sei gut aufgestellt. «Als Präsident würde ich den Istzustand wahren und die Gemeinde natürlich auch weiterentwickeln.» Der 54-Jährige leitet eine eigene Zahnarztpraxis in Arbon. «Ich arbeite derzeit 80 Prozent, bin aber daran, die Praxis umzustrukturieren und schaffe eine Stelle für eine junge Person.» So werde er mehr Freizeit haben und möchte diese sinnvoll nutzen. «Es ist daher der ideale Zeitpunkt, eine neue Herausforderung anzugehen.»

Hofmann hat bereits Behördenerfahrung. Er war sieben Jahre in der Sekundarschulgemeinde Dozwil-Kesswil-Uttwil. «Vier Jahre davon als Präsident.» Er verfüge zudem über viel Führungserfahrung aus 32 Jahren Militärdienst, aus dem er als Oberst ausgeschieden ist.

Findungskommission gibt keine Empfehlung ab

Raphael Lüscher von der Findungskommission der Arbeitnehmer- und der Bürgerlichen Vereinigung ist zufrieden, dass bisher drei Kandidaturen eingegangen sind. «Es können ja noch welche kommen. Die Eingabefrist läuft am 1. Oktober ab», sagt er. Die Kommission fungiere als reine Anlaufstelle, um die Gemeinde zu unterstützen. Es seien verschiedene Kandidaten auf sie zugekommen, einige hätten wieder abgesagt. «Wir haben mit allen drei Bewerbern gesprochen und sie über alles informiert.» Sie alle hätten das Recht, am Podium teilzunehmen. «Die Findungskommission hat immer betont, dass sie keine Wahlempfehlung abgeben wird», sagt Lüscher. Die beiden politischen Vereinigungen würden zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden, welchen Kandidaten sie unterstützen.

Podium Ende September

Am Mittwoch, 26. September, um 19.30 Uhr, findet im Gemeindezentrum Bottighofen eine Podiumsveranstaltung mit den bisher drei bekannten Kandidaten fürs Gemeindepräsidium statt. Die Arbeitnehmer- sowie die Bürgerliche Vereinigung laden dazu ein. Mit dabei sein wird auch Peter Huber, der sich für den frei werdenden Sitz im Bottighofer Gemeinderat bewirbt. Urs Brüschweiler, Redaktor der «Thurgauer Zeitung», wird das Podium moderieren und den Kandidaten auf den Zahn fühlen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.