Bottighofen
Starke Rollen beim Klassiker

Viel Applaus erntete am Freitag die Premiere von «Don Camillo und Peppone», die aktuelle Produktion der Zentrumbühne Bottighofen.

Judith Schuck
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Don Camillo prügelt sich mit Bürgermeister Peppone.

Don Camillo prügelt sich mit Bürgermeister Peppone.

Bild: Tobias Garcia

Die Drehbühne im Dorfzentrum Bottighofen wechselt zwischen den Schauplätzen Kirche und Parteibüro. Sie ist ebenso zweigeteilt wie das Dorf Brescello in der italienischen Po-Ebene, wo der Filmklassiker der 1950er-Jahre spielte. Doch irgendwo in der Mitte finden die Bewohner, die sich in Konservative und Kommunisten aufteilen, einen gemeinsamen Nenner. Ob dies die Liebe zwischen Gina (Jessica Protopapa), Tochter des Grossgrundbesitzers Pasotti (Josef Mattle) und Mariolino (Gianluca Pignataro), Sohn des verarmten Bauerns Bruciata (Peter Baumann), ist. Oder gemeinsames Singen und Feiern, wofür Jesus schon mal vom Kreuz heruntersteigt, um sich mit den Menschen zu amüsieren.

Im Mittelpunkt des Musicals (noch bis 11. September) ist der Konflikt vom kommunistischen Bürgermeister Peppone (Raphael Tanner) und Pfarrer Don Camillo (Salvatore Bisognano), der schnell mal mit slapstickartigen Kampfeinlagen ausgetragen wird. Hits wie «Bella Ciao» oder «24000 Baci», interpretiert von Goran Kovacevics Band mit dem Chor und den Darstellenden, sorgen für eine beschwingte, kurzweilige Inszenierung. Stark sind die Rollen von Peppones Frau Ariana (Moira Albertalli) und Jesus (Matthias Begemann), die Don Camillo und Peppone immer wieder auf den rechten Pfad weisen.

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