Bottighofen feiert seinen Geburtstag mit Salutschüssen

Am Donnerstag und Freitag feierte Bottighofen sein 25-Jahr-Jubiläum als unabhängige, politische Gemeinde.

Desirée Müller
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An der Feier mit geladenen Gästen gab es krachende Grüsse. (Bild: Desirée Müller)

An der Feier mit geladenen Gästen gab es krachende Grüsse. (Bild: Desirée Müller)


Regierungsrätin Cornelia Komposch steht hinter dem Rednerpult im grossen Festzelt am Hafen und hält ein zerrissenes Stück Papier in die Höhe. «Sollte ich mal ins Stocken geraten, ist hier der Grund dafür», sagt sie und lacht herzlich. So habe sich ihr junger Hund sehr für ihre Rede interessiert und sie vor der Ansprache genauer unter die Lupe genommen. Der perfekte Einstieg für eine Reihe unterhaltsamer, emotionalen Reden im Rahmen der 25-Jahr Feier der politischen Gemeinde Bottighofen.

Premiere für den Gemeindepräsident

Matthias Hofmann zupft sein Jackett zurecht. Soeben hatte er seinen ersten öffentlichen Auftritt in seinem Amt als Gemeindepräsident. Vor Leuten zu reden sei er sich vom Militär zwar gewohnt. Trotzdem ist er froh, dass seine Premiere gelungen ist. Hofmann erntet viel Applaus für seinen ersten Auftritt. Der Kreuzlinger Stadtpräsident Thomas Niederberger richtet einige Worte an die geladenen Bottighofer und betont, wie lobenswert die Zusammenarbeit der beiden Nachbargemeinden sei.

Ehrung für die Ehemaligen

Unter den Gästen ist auch Urs Siegfried, der sich drei Amtsperioden lang als Gemeindeammann und -präsident für Bottighofen einsetzte. Hofmann packte die Gelegenheit am Schopf und lud alte Weggefährten von Siegfried zur Feier ein. Patrik Hugelshofer, Mitglied der Gemeindebehörde, bereitete dazu als Überraschung eine sehr unterhaltsame Laudatio vor. Es wurden amüsante Anekdoten erzählt. «Er war mit Leib und Seele Gemeindeammann. Wir dachten uns jeweils bei den Sitzungen, dass er den Finanzausgleich aus der eigenen Tasche zahlen muss», sagt Hugelshofer mit einem Augenzwinkern. Auch Erich Brunner, welcher gleichzeitig mit Siegfried als Gemeindebehördemitglied zurücktrat, wurde mit einem Rückblick auf seine Verdienste geehrt.

Das Highlight des Abends war ein Schützenzug aus Frauenfeld, der beim Silo 5 um die Ecke bog. Mit dabei eine Kanone. «An das Geschütz treten, Marsch!». Die Gäste zücken ihre zuvor verteilten Ohrstöpsel und dann knallt es bereits.