Bottighofen
Ein scheinheiliger Pfarrer und sein Erzfeind: Das Stück «Don Camillo und Peppone» kommt endlich auf die Bühne

Nach einer langen Zeit der coronabedingten Unsicherheit und dem bangen Blick auf die Infektionszahlen ist nun klar: Am 20. August heisst es auf der Zentrumbühne Bottighofen Vorhang auf für «Don Camillo und Peppone».

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Regisseurin Astrid Keller (rechts) bei einer Probe in Bottighofen. Aufgrund der Coronapandemie tragen die Schauspielerinnen und Schauspieler Masken.

Regisseurin Astrid Keller (rechts) bei einer Probe in Bottighofen. Aufgrund der Coronapandemie tragen die Schauspielerinnen und Schauspieler Masken.

Bild: PD/Roland Schneiter

(red) Die Coronapandemie habe allen Beteiligen des Stücks «Don Camillo und Peppone» einiges an Flexibilität abverlangt, heisst es in einer Medienmitteilung der Zentrumbühne Bottighofen. Im Sommer 2020 hiess es noch: «Wir gehen im November auf die Bühne.» Die Texte und Choreografien für Tanz- und Kampfszenen sassen schon, da schossen die Infektionszahlen in die Höhe und kurz vor der Premiere mussten die Proben abgebrochen werden.

Bei der Probe einer Prügelszene des Stücks «Don Camillo und Peppone» in Bottighofen.

Bei der Probe einer Prügelszene des Stücks «Don Camillo und Peppone» in Bottighofen.

Bild: Reto Martin
(16. September 2020)

Nun würden sie wieder aufgenommen und das rasante Stück kann aller Voraussicht nach aufgeführt werden. Premiere ist am Freitag, 20. August, und die Aufführungstermine im Sommer machten Hoffnung, dass pandemiebedingt nun wirklich nichts mehr dazwischenkommt. Inszeniert wird das Stück von Astrid Keller, die das faustfreudige Parteiengezänk mit italienischen Kult-Hits, rasantem Tempo und leidenschaftlichen Figuren kombiniert.

Kult-Komödie mit einer ordentlichen Portion Italianità

Das Stück spielt im kleinen Dorf Brescello in der Poebene. Es könnte dort so idyllisch sein, wäre da nicht die andauernde Zwietracht zwischen den konservativen und den kommunistischen Bewohnern. Allen voran der aufbrausende Pfarrer Don Camillo (Salvatore Bisognano) und sein liebster Erzfeind, der kommunistische Bürgermeister Peppone (Raphael Tanner).

Statt Argumenten lassen die beiden Streithähne gerne auch einmal die Fäuste sprechen. Als Gina und Mariolino (Jessica Protopapa und Gianluca Pignataro), Kinder der beiden verfeindeten Lager, beschliessen zu heiraten, droht die Situation endgültig zu eskalieren.

Herz des Stücks: Die engagierten Darsteller und die mitreissende Musik

Für Temperament und Tempo sorgen die dynamischen Dialoge der Schauspielerinnen und Schauspieler, die auf Schweizerdeutsch spielen. Diese sorgen für eine rasante Inszenierung, die von der mitreissenden Musik getragen wird. Handlung und verschiedene Musikstile sind nahtlos ineinander verwoben und verleihen dem Stück Revuecharakter.

Die Chöre Tägerwilen und Wyfelde, dirigiert von Claudia Hugentobler und bestehend aus 16 Mitgliedern, haben italienische Gassenhauer und stimmungsvolle Choräle im Gepäck. Eine vierköpfige Band mit Akkordeon, Schlagzeug, Bass und Klavier spielt unter der Leitung von Akkordeonvirtuose Goran Kovačević auf.

Ein Blick in einer Probe des Stücks «Don Camillo und Peppone». Aufgrund der Coronapandemie tragen die Schauspielerinnen und Schauspieler Masken.

Ein Blick in einer Probe des Stücks «Don Camillo und Peppone». Aufgrund der Coronapandemie tragen die Schauspielerinnen und Schauspieler Masken.

Bild: PD

Hinweis: Alle Spieldaten und weitere Informationen finden sich online unter www.zentrumbuehne-bottighofen.ch. Es werden sämtliche coronabedingte Auflagen beachtet.