Verschmutztes Trinkwasser im AachThurLand: Sofortmassnahmen zeigen Wirkung

Die Gemeindebehörden von Erlen, Kradolf-Schönenberg und Sulgen geben Entwarnung: Die Trinkwasserqualität entspricht den gesetzlichen Anforderungen.

(red)
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Die Qualität des Trinkwassers im Gebiet der Wasserversorgung AachThurLand ist sichergestellt.

Die Qualität des Trinkwassers im Gebiet der Wasserversorgung AachThurLand ist sichergestellt.

Bild: PD

Im Rahmen der Pflicht zur Qualitätssicherung hat die Wasserversorgung AachThurLand bei einer Beprobung des Trinkwassers im Herbst Abbauprodukte des Pflanzenschutzmittels Chlorothalonil gefunden.

Mischung verbessert Qualität

An einigen Stellen lag der Chlorothalonil-Sulfonsäure-Gehalt über dem gesetzlich festgelegten Höchstwert von 0,1 Mikrogramm pro Liter. Die Gemeindebehörden von Erlen, Kradolf-Schönenberg und Sulgen leiteten daraufhin in Rücksprache mit dem kantonalen Trinkwasserinspektorat Sofortmassnahmen ein.

Seit dem 21./22. November wird dem Trinkwasser im Sulger Reservoir Buchenberg anderes Wasser zugeführt, um durch die Mischung eine einwandfreie Wasserqualität zu erreichen. Es sind dies täglich rund 500 Kubikmeter vom Grundwasserpumpwerk Untere Au (Kradolf) und rund 2000 Kubikmeter vom Seewasserwerk Kesswil.

Werte wieder im grünen Bereich

Die Höchstwerte können so wieder eingehalten werden. Die Massnahmen bleiben bis auf weiteres in Kraft, die Notwendigkeit wird laufend überprüft. «Sobald die Kontamination abnimmt, ändern wir die Mischung», sagt Sulgens Gemeindepräsident Andreas Opprecht. Im zweiten Quartal 2020 könnte es soweit sein.

Auskunftspersonen: Brunnenmeister Hanspeter Roth (für die Gemeinden Kradolf-Schönenberg und Sulgen), Telefon 071 644 95 74; Bauverwalter Jörg Bürgisser (für die Gemeinde Erlen), Telefon 071 649 30 67.

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