Wenn plötzlich auch Fremde zuhören

Die A-cappella-Formation «Black Bow Ties» sang am 1. «Amriswiler Eismarkt» das erste Mal öffentlich.

Manuel Nagel
Merken
Drucken
Teilen
Die «Black Bow Ties», entstanden anlässlich einer Hochzeit in der Familie, bestehen aus Hansjörg Stahel, René Stahel sowie dessen Cousins Mario Eberle, Sandro Eberle und Silvan Stahel. (Bild: Manuel Nagel)

Die «Black Bow Ties», entstanden anlässlich einer Hochzeit in der Familie, bestehen aus Hansjörg Stahel, René Stahel sowie dessen Cousins Mario Eberle, Sandro Eberle und Silvan Stahel. (Bild: Manuel Nagel)

Nein, Adventslieder haben sie nicht gesungen, auch wenn das Ambiente durchaus gepasst hätte an diesem Samstagabend vor dem Eisfeld auf dem Marktplatz und den lodernden Feuern, an denen fleissig Glühwein getrunken wurde.

Glühwein als Entlöhnung, das stellte Sabrina Lehmann von der Glöggli Clique der fünfköpfigen A-cappella-Formation in Aussicht – «jedoch erst nach dem Auftritt, damit die Stimmbänder nicht zusammenkleben», sagte Lehmann, als sie die «Black Bow Ties» dem zahlreichen Publikum auf der Kreuzung Bahnhof- und Rütistrasse ankündigte.

Stimmungsvoll war der Auftritt der «Black Bow Ties» am 1. «Amriswiler Eismarkt». (Bild: Manuel Nagel)

Stimmungsvoll war der Auftritt der «Black Bow Ties» am 1. «Amriswiler Eismarkt». (Bild: Manuel Nagel)

Für einmal Sänger statt Autoverkäufer

Das Quintett wollte eigentlich nie öffentlich auftreten. Anlässlich einer Hochzeit in der Familie Stahel, die man sonst mit Autos in Verbindung bringt, entstanden die «Black Bow Ties», die in der Folge immer wieder bei Familienanlässen auftraten und sich zwei-, dreimal im Jahr zur gemeinsamen Probe trafen.

Nun dürften die Fünf ihre Proben intensiviert haben, denn am 1. «Amriswiler Eismarkt», den die Glöggli Clique organisierte, waren es nicht mehr nur vertraute Zuhörer, sondern auch wildfremde Leute im Publikum, «die einem vielleicht nicht mehr jeden Fehler verzeihen», sagte René Stahel. Etwas nervös sei er deshalb schon gewesen vor diesem Auftritt. Das Publikum war aber begeistert und verlangte nach einer Zugabe. «Unser Repertoire ist klein, deshalb wiederholen wir einfach ein Lied», meinte Hansjörg Stahel lachend.