BISSEGG
Post vom Osterhasen: Das Seniorenteam der Evangelischen Kirchgemeinde Bussnang-Leutmerken hat für die Mitglieder Osternästli gebastelt

Wegen der Coronapandemie ist bei der Arbeit mit Senioren Vorsicht das Gebot der Stunde. Statt eines Treffs am ersten Montag im Monat gibt's zu Ostern heuer Post mit Schoggihasen und selbstgefärbten Bio-Eiern. Mehrkosten entstehen dabei nicht - der Aufwand fliesst sonst in Kaffee und Kuchen.

Sabrina Bächi
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Das selbstgebastelte Osternest mit Hasen und Post.

Das selbstgebastelte Osternest mit Hasen und Post.

PD

Alles, was normalerweise geht, funktioniert in Zeiten der Pandemie nicht. Besonders in der Arbeit mit Senioren ist Vorsicht das Gebot der Stunde und es sind Ideen sowie kreative Ansätze gefragt. Normalerweise treffen sich die Senioren der Evangelischen Kirchgemeinde Bussnang-Leutmerken jeden ersten Montag im Monat zu einem unterhaltsamen Nachmittag. Aber eben: Normalerweise geht nun nicht.

Deshalb hat sich das Seniorenteam der Kirchgemeinde eine neue Strategie einfallen lassen, wie sie die Senioren am ersten Montag im Monat unterhalten können. «Wir haben eine Seniorenpost lanciert», erzählt Helene Hutterli aus Bissegg. Im Februar und März gab es bereits eine Post mit Geschichten aus früheren Zeiten oder etwa auch Gedichte. Als süsse Überraschung gab es ein Fasnachtschüechli respektive ein Vogelnestli dazu. «Wir können ja die Zeit nicht gemeinsam verbringen, aber lesen gemeinsam das Gleiche, einfach jede und jeder für sich zu Hause», sagt Hutterli. Für Ostern hat sie sich die Zeit genommen und Osternestchen gebastelt. Nebst der Post erhalten die Senioren deshalb ein Nest mit Schoggihasen und einem selbstgefärbten Bio-Ei. «Ich habe etwa 100 Nester gefaltet. Wir verteilen die Post nur jenen Senioren, die regelmässig an die Treffen kommen», erklärt sie. Rund 70 Haushalte würden sie beliefern. Am Donnerstag hat das Team rund um Helene Hutterli das Geschenk und die Seniorenpost überbracht. «Ich sage meinen Leuten einfach, dass sie vor der Haustür einen Schwatz abhalten sollen. Wegen Corona müssen wir schon sehr aufpassen.»

Zwei Tage Freiwilligenarbeit

Für die Geschenkaktion hat Hutterli etwa zwei Tage investiert. «Ich bastle gerne und ich arbeite unheimlich gerne ehrenamtlich», erklärt Hutterli ihren Aktionismus. Als sie noch berufstätig gewesen sei, hätte sie die Zeit dafür oft nicht gehabt. Umso mehr geniesse sie es nun, dass sie dies könne. «Die Senioren haben unsere Kirchgemeinde getragen – sie haben es verdient. Und die Menschen liegen mir auch einfach sehr am Herzen», sagt Helene Hutterli. Finanziell würden sich bei der Seniorenpost die Ausgaben im kleinen Rahmen halten und können über das Budget abgerechnet werden. «Wenn wir sonst einen Seniorennachmittag machen, dann investieren wir ja auch in Kaffee und Kuchen, finanziell ist es deshalb keine Belastung», sagt sie.