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Bisher gab es nur Absagen

Nach der Fusion der Katholischen Kirchgemeinde Altnau-Güttingen-Münsterlingen hat Marc Derungs vorläufig das Präsidium übernommen. Ab Januar 2019 suchen er und die Gemeinde einen Nachfolger. Noch ohne Erfolg.
Hana Mauder Wick
Marc Derungs, Präsident der Katholischen Kirchgemeinde Altnau-Güttingen-Münsterlingen, ist auf der Suche nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin. (Bild: Hana Mauder Wick)

Marc Derungs, Präsident der Katholischen Kirchgemeinde Altnau-Güttingen-Münsterlingen, ist auf der Suche nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin.
(Bild: Hana Mauder Wick)

Herr Derungs, haben Sie damit gerechnet, dass es so eine anspruchsvolle Suche wird, einen neuen Präsidenten für die Katholische Kirchgemeinde zu finden?

Ich wusste, es würde eine hohe Hürde. Wie hoch, das hat mich überrascht.

Macht es die Fusion zur neuen Katholischen Kirchgemeinde Altnau-Güttingen-Münsterlingen leichter oder schwieriger?

Beides. Es ist schwieriger, weil die Aufgabe grösser wirkt. Aber wir haben die Wahl zwischen 1970 stimmberechtigten Personen. Es handelt sich um 20 Stellenprozente.

Warum sollte sich jemand für dieses Amt bewerben?

Diese Funktion bietet vielseitige Möglichkeiten: Personalführung, die Leitung von Sitzungen und Versammlungen, persönliche Weiterbildung und Kontakte zu den Menschen. Um nur einiges zu nennen. Das alles bei individueller Zeit- und Aufgabeneinteilung.

Und da hat noch niemand Interesse gezeigt?

Ich habe mit 15 Personen gesprochen. Inserate wurden geschaltet. Die Gründe für ein Nein waren sehr individuell. Zeitmangel. Andere Prioritäten. Vor allem aber scheint es sich noch niemand zuzutrauen.

Ist das Präsidium sehr anspruchsvoll?

Man kann das Amt des Kirchenpräsidenten sehr wohl erarbeiten. Es braucht eine gewisse Belastbarkeit und den Willen, sich auf den Prozess einzulassen.

Aber was sind die Stolpersteine bei diesem Prozess?

Oft ist es die Angst, vor andere Leute hinzustehen und zu sprechen. Oder davor, unpopuläre Entscheidungen zu treffen, um das Gesamtbild im Auge zu behalten.

Was muss man für das Präsidium mitbringen?

Das Amt ist ein weltliches und dreht sich um Sachgeschäfte wie Personal, Verträge, Finanzen und Liegenschaften. Das ist durchaus anspruchsvoll. Darum wäre eine gewisse Affinität zu diesen Themen hilfreich.

Aber das ist lernbar.

Es sind Geschäfte, in die man sich einarbeiten kann. Die interessierte Person sollte ein Mitglied der Katholischen Landeskirche sein und eine positive Einstellung zur Kirche mitbringen.

Würden Sie den künftigen Amtsinhaber einführen?

Mein Gedanke ist es, den Kandidaten oder die Kandidatin auf diesem Weg anfangs zu begleiten. Man kann nicht erwarten, dass jemand von heute auf morgen alles übernimmt.

Reichen die veranschlagten 20 Stellenprozent dafür aus?

Es ist nur eine Richtschnur. Wenn man merkt, dass es mehr braucht, werden Behörde und Kirchgemeinde noch einmal über die Bücher gehen müssen.

Wie sieht der Zeithorizont aus?

Wir brauchen jemanden für die Amtsperiode 2019 bis 2022. Der Stichtag sind die Erneuerungswahlen am 28. November.

Was passiert, wenn bis dahin nichts passiert?

Tja, dann muss ich mich wohl erneut zur Wahl stellen. Nicht als Not-, aber als Übergangslösung. Eine Idee wäre es, einen «Aspiranten» aufzunehmen und ans Amt heranzuführen.

Damit die Hürde kleiner wird?

Sagen wir es so: Es wäre dann der Wechsel vom Stabhochsprung zum Hochsprung aus dem Stand. Aber nicht allein. Ich würde das Coaching übernehmen.

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