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Bischofszells evangelischer Gemeindehelfer geht in Pension

Seit 1982 ist Daniel Aebersold in der Evangelischen Kirchgemeinde Bischofszell-Hauptwil als Gemeindehelfer tätig. Nun nimmt er die letzten vier Wochen in Angriff – ohne Wehmut, dafür mit einem Gefühl grosser Zufriedenheit.
Georg Stelzner
Gemeindehelfer Daniel Aebersold auf dem Platz vor der Bischofszeller Johanneskirche. (Bild: Andrea Stalder).

Gemeindehelfer Daniel Aebersold auf dem Platz vor der Bischofszeller Johanneskirche. (Bild: Andrea Stalder).

«Ich habe hier in Bischofszell von Anfang an ein gutes Gefühl gehabt», erinnert sich Daniel Aebersold und meint damit seinen Stellenantritt in der Evangelischen Kirchgemeinde Bischofszell-Hauptwil vor 36 Jahren. Und heute, nach fast vier Jahrzehnten, kann er feststellen, dass er sich mit dieser Einschätzung nicht getäuscht hat. «Ein Wechsel in eine andere Kirchgemeinde war für mich nie ernsthaft ein Thema, denn dazu gab es keinen Grund», erklärt Aebersold.

Breites Spektrum an Aufgaben

Nach dem erfolgreichen Besuch der Bibelschule Aarau, dem heutigen Theologisch-Diakonischen Seminar, erfuhr Aebersold von der freien Stelle in Bischofszell. Er bewarb sich und erhielt den Zuschlag. Mit der heutigen Situation sei die damalige Ausgangslage nicht mehr vergleichbar, führt Aebersold aus und schildert seine ersten Eindrücke: «Ich fand ein breites Betätigungsfeld vor. Ich erkannte das grosse Entwicklungspotenzial und die Chance, auch selber vieles gestalten zu können.»

Aus dem Hinterthurgau kommend, fühlte sich Aebersold in der ihm weitgehend unbekannten Region bald heimisch. Dazu hätten das Wohl- wollen, die Herzlichkeit und die Hilfsbereitschaft der Menschen massgeblich beigetragen, sagt er. Eine Zeitspanne, in der sich vieles gewandelt hat Aebersolds heutiges Pflichtenheft ist dick, aber auch abwechslungsreich. Das Spektrum reicht von administrativen und organisatorischen Tätigkeiten über die Erteilung von Religionsunterricht bis hin zu seelsorgerischen Aufgaben und zum Feiern von Gottesdiensten.

Gesellschaftlichen Wandel miterlebt

Die Veränderungen im Laufe der Jahrzehnte seien gravierend gewesen, hält er fest. So habe sich etwa die Zahl der von ihm geleiteten Gottesdienste von ursprünglich zwei pro Jahr auf 30 und mehr vervielfacht. Einen grossen Unterschied zu seinen Anfangsjahren erkennt er auch im wesentlich höheren Stellenwert der Teamarbeit. Der Fokus liege heute weniger auf einzelnen Leitungspersonen.

Nicht zuletzt habe die Kirche die gesellschaftlichen Entwicklungen zu spüren bekommen, erklärt Aebersold, der in der Evangelischen Kirchgemeinde Bischofszell-Hauptwil mit sieben Pfarrern zusammengearbeitet hat. Der Gemeindehelfer spricht auch den religiösen Pluralismus unserer Zeit an, den es in dieser Ausprägung früher nicht gegeben habe. «Die Ansprüche der Leute haben sich verändert. Heute wird – durchaus in positivem Sinn – mehr hinterfragt als früher.» Das sei eine zusätzliche Herausforderung. Aebersold bringt es auf den Punkt: «Die Kontakte mit den Menschen sind jetzt direkter, persönlicher und offener.»

Schrittweiser Rückzug aus dem Berufsleben

Morgen Sonntag beginnt für Aebersold der letzte Monat im Dienste der Kirchgemeinde. Wehmut verspürt er im Wissen, schon bald aus dem aktiven Berufsleben auszuscheiden, jedoch nicht. Seit letzten Herbst habe er sukzessive Verantwortung abtreten können, weshalb die Zäsur leichter zu bewältigen sein werde.

Aebersold zieht eine durchwegs positive Bilanz seiner 36-jährigen Tätigkeit: «Ich empfinde die Zeit in Bischofszell als Geschenk.» Der Gemeindehelfer freut sich aber auch, ab August wieder mehr Zeit für seine Hobbys zu haben. Wandern, Radfahren und Reisen gehören ebenso dazu wie Fremdsprachen. «Und Grossvater bin ich inzwischen ja auch», ergänzt Aebersold.

Verabschiedung im Gottesdienst

Die Evangelische Kirchgemeinde Bischofszell-Hauptwil verabschiedet am Sonntag, 1. Juli, Gemeindehelfer Daniel Aebersold. Das öffentliche Fest beginnt um 10.10 Uhr mit einem Gottesdienst in der Bischofszeller Johanneskirche. Anschliessend geht es im Kirchenzentrum mit einem Mittagessen und Grussworten weiter. Daniel Aebersold arbeitet noch bis Ende Juli. Am 1. August übernimmt dann sein Nachfolger, Daniel Gerber. Am gleichen Tag tritt auch der erste Kirchgemeindeschreiber, Adrian Rüegger, sein Amt an. (red)

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