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Bischofszeller Stadträtin bestreitet den Vienna City Marathon

Nina Rodel legt die klassische Marathondistanz von 42,195 Kilometer am Sonntag, 7. April, in Wien zurück. Sie freut sich darauf, auf diese Weise eine Stadt kennenzulernen.
Georg Stelzner
Nina Rodel, Bischofszeller Stadträtin und Marathonläuferin. (Bild: Donato Caspari)

Nina Rodel, Bischofszeller Stadträtin und Marathonläuferin. (Bild: Donato Caspari)

Unter den 40'000 Läuferinnen und Läufern, die am kommenden Sonntag den 36. Vienna City Marathon bestreiten, gehört auch die Bischofszeller Stadträtin Nina Rodel. Für die 39-Jährige wird es die zwölfte Teilnahme an einem solchen Lauf sein.

Wann haben Sie zum ersten Mal an einem Marathonlauf teilgenommen?

Nina Rodel: Das war am 22. April 2001 in Hamburg, wo ich in der Folge noch vier weitere Male an den Start gegangen bin. Je zwei Mal lief ich den Marathon von Luzern und Zürich und je ein Mal war ich in Barcelona und in Frankfurt am Main dabei.

Nach welchen Kriterien wählen Sie die Orte aus, an denen Sie an den Start gehen?

In letzter Zeit überlege ich mir ganz bewusst, in welcher Stadt ich schon war und wo noch nicht. Ich mache beim Marathon gewissermassen in laufender Form eine Art Sightseeing. Das funktioniert allerdings nur die ersten 30 Kilometer. Da werfe ich schon mal einen Blick zur Seite, um eine Sehenswürdigkeit zu bewundern. Im letzten Viertel wird der Marathon aber irgendwann zu einer beinharten Angelegenheit. Da bin ich dann wirklich voll und ganz auf das Laufen fokussiert.

Welches war Ihr bisher härtester Marathonlauf?

Das war der Hamburger Marathon im Jahr 2017. Ab Kilometer 26 ging es mir ausgesprochen schlecht. Ich bekam Magenprobleme und es war extrem hart, überhaupt das Ziel zu erreichen. Dieser Lauf hatte geradezu traumatische Auswirkungen auf mich. Im Nachhinein musste ich mir eingestehen, das Rennen zu schnell angegangen zu sein, was zu einem eigentlichen Einbruch geführt hat.

In dieser schwierigen Situation hätten Sie das Rennen doch aufgeben können. War das für Sie keine Option?

Nein, das kommt für mich nicht in Frage. Das würde ich höchstens tun, wenn ich das Gefühl hätte, dass ich meiner Gesundheit Schaden zufügen würde. So weit ist es aber zum Glück noch nie gekommen.

Was ist Ihre Bestzeit über die Marathondistanz von 42,195 Kilometern?

Meinen schnellsten Marathon bin ich vor drei Jahren in Zürich gelaufen. Es brauchte damals exakt drei Stunden, 44 Minuten und 32 Sekunden. Obwohl der Lauf im April ausgetragen wurde, war es noch bitterkalt. Es schneite und hagelte sogar.

Welche klimatischen Bedingungen bevorzugen Sie bei einem Marathonlauf?

Ich mag es, wenn es trocken ist und auch die Sonne kann ein bisschen scheinen. Zu heiss sollte es aber nicht sein. Mir behagen Temperaturen zwischen 10 und 13 Grad. Was mir überhaupt nicht zusagt, das ist der Wind.

Wie haben Sie sich auf die Teilnahme am Vienna City Marathon vorbereitet?

Das gezielte Training, in dessen Verlauf ich rund 400 Kilometer zurückgelegt habe, hat im Januar begonnen. Das ist relativ spät und auch nicht sonderlich viel, aber ich verfüge doch über eine gewisse Grundkondition und muss nicht bei Null anfangen. Meine Devise lautet: Mit dem kleinstmöglichen Einsatz den grösstmöglichen Erfolg erzielen.

Welche sportliche Zielsetzung haben Sie sich für Ihren zwölften Marathon gesetzt?

Mein grosses Ziel wird es sein, wieder unter vier Stunden zu laufen. Eine Verbesserung meines persönlichen Rekordes halte ich aber eher für unwahrscheinlich.

Kennen Sie die Strecke in der österreichischen Hauptstadt?

Nur auf dem Plan, aber das ist für mich kein Handicap. Ich teile mir ohnehin jeden Marathon in acht Etappen à fünf Kilometer ein. Das macht es im mentalen Bereich für mich einfacher.

Wie fühlt es sich an, mit Weltklasseathleten beim gleichen Rennen anzutreten?

Mich fasziniert, wie schnell diese Frauen und Männer laufen können. Das ist natürlich eine ganz andere Liga. Es ist aber keineswegs so, dass mich das frustrieren oder hemmen würde.

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