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Bischofszeller Nachtschwärmer treffen sich jeden Monat bei Leermond

Seit 2008 gibt es in der Rosenstadt die Leermondbar. Sie ist zur Tradition geworden und wird als Bereicherung wahrgenommen. Diese Woche feierten die leermondsüchtigen Gäste das zehnjährige Bestehen des gastronomischen Angebots.
Charlotte Kehl
Sie bewirten die Gäste: Heidi Bissig, Urs Baumann, Jasmin Frauenknecht und Jean-Claude Bissig. (Bild: Charlotte Kehl)

Sie bewirten die Gäste: Heidi Bissig, Urs Baumann, Jasmin Frauenknecht und Jean-Claude Bissig. (Bild: Charlotte Kehl)

Vollmondbars waren im Trend, als Jean-Claude Bissig mit einigen Freunden etwas Vergleichbares auf die Beine stellen wollte, nur eben keine weitere Vollmond-, sondern eine Leermondbar. «Warum nicht in der dunkelsten Nacht ein Licht anzünden», fragte sich der Sekundar- lehrer, der seit 24 Jahren in der Rosenstadt lebt und mit Freunden am 29. September 2008, die erste Bischofszeller Leermondbar eröffnete.

«Wir wollten eine etwas andere Möglichkeit für Begegnungen schaffen.» Ein Besuch zeigt dann auch: An der Leermondbar bewegen sich die Gäste offener, lockerer und unkonventioneller. Der Austausch zwischen den rund 60 Personen ist lebhaft – ungeachtet dessen, ob sie sich persönlich schon kennen oder nicht. «Hier reden Stammgäste mit Unbekannten, politische Gegner mit Bürgern, hier kann man alte Freundinnen wiederfinden», beschreibt Bissig den Anlass.

Das Wetter kann kein Spielverderber sein

Das Wetter kann kein Spielverderber sein Mittlerweile sind Jean-Claude Bissig und Hans-Martin Baumann die Einzigen aus der Gründergruppe, die immer noch zwölfmal pro Jahr das Werbe- banner aufhängen, die Bar aufstellen, Getränke auffüllen und etwas zum Essen vorbereiten.

«Zum zehnjährigen Bestehen gibt es Kuchen – einen Geburtstagskuchen», sagt Urs Baumann, der seit fünf Jahren mit seiner Familie in Bischofszell lebt und dank seines Bruders Hans-Martin, bekannt als Hausi, dazugestossen ist. Es ist immer wieder überraschend, wie der Abend verläuft.

Je nach Wetter und Publikum ist die Stimmung fröhlich, ausgelassen oder hitzig, aber stets gemütlich. «Wir sind stolz, dass wir jedem Wetter trotzen – auch für wenige Gäste.» Ein einziges Mal in diesen zehn Jahren, an einem 24. Dezember, fand die Leermondbar nicht statt. Die derzeitige Gruppe besteht aus sechs Aktiven. Dazu gehört auch Jasmin Frauenknecht. Sie ist seit 2012 zuständig für die Finanzen und ihr Mann wartet die Kaffeemaschine.

Der Gewinn wird gespendet

Heidi Bissig aus Waldkirch ist durch ihren Schwager zur überzeugten Leermond-Wirtin geworden und freut sich darüber, dass Ertragsüberschüsse an gemeinnützige Institutionen verschenkt werden. «Eine warme Jacke mit Logo und zweimal im Jahr gut essen gehen sind Belohnung genug.» Andrea Minneci aus Erlen nimmt sich heute frei. Er hat vor seinen Ferien noch den Newsletter verschickt und wird das nächste Mal wieder hinter der Theke stehen.

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