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Bischofszeller Kindergärtler zügeln vom neuen Primarschulhaus in den Altbau

Die Behörde der Volksschulgemeinde Bischofszell stellt einen Kreditantrag von 260'000 Franken für Umbauten im Altbau der Schulanlage Hoffnungsgut. Sie möchte dort einen Kindergarten einrichten.
Georg Stelzner
Der Altbau der Bischofszeller Schulanlage Hoffnungsgut: künftiges Zuhause einer Kindergartenabteilung. (Bild: Georg Stelzner)

Der Altbau der Bischofszeller Schulanlage Hoffnungsgut: künftiges Zuhause einer Kindergartenabteilung. (Bild: Georg Stelzner)

Am Standort Hoffnungsgut wird es im Schuljahr 2018/19 elf Primarklassen und zwei Kindergartenabteilungen geben. Ein Kindergarten ist heute in einem Pavillon untergebracht, der andere im neuen Primarschulhaus, wo zwei Regelklassenzimmer beansprucht werden.

Die Behörde der Volksschulgemeinde Bischofszell sieht sich aus zwei Gründen zum Handeln veranlasst, wie Präsidentin Corinna Pasche ausführt: «Zum einen ist die Unterbringung des einen Kindergartens mitten im Schulhaus aus betrieblichen Gründen nicht optimal, zum andern gehen wir aufgrund der prognostizierten Schülerzahlen davon aus, dass im Schuljahr 2019/20 eine zusätzliche Mittelstufenklasse eröffnet werden muss.»

Bauliche Anpassungen unumgänglich

Die Behörde hat sich dafür entschieden, das Problem mit einer Umplatzierung des im Neubau untergebrachten Kindergartens in den Altbau zu lösen. Eine Übersiedlung ist aber nicht von heute auf morgen möglich, da im Hinblick auf die Umnutzung der betroffenen Räume verschiedene bauliche Massnahmen erforderlich sind.

So sind beispielsweise für Sanierungsarbeiten und diverse Anpassungen in den künftigen Kindergartenräumen rund 78'000 Franken budgetiert. Es ist die teuerste Position des ganzen Projekts.

Ins Gewicht fallen auch die Fundation und die Ausstattung des geplanten Spielplatzes (45'000 Franken) sowie die Einrichtung neuer sanitärer Anlagen (32'000 Franken). Summa summarum ergeben sich Kosten von rund 260'000 Franken. Die kommende Gemeindeversammlung wird über den entsprechenden Kreditantrag zu befinden haben.

Verluste dank Eigenkapital vertretbar

Nach Einschätzung der Schulpräsidentin wird eine grosse finanzielle Herausforderung der Zukunft darin bestehen, auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) à jour zu sein. In einem ersten Schritt werde man alle Laptops der Lehrerinnen und Lehrer ersetzen müssen.

Mit einem Steuerfuss von 90 Prozent liegt die VSG Bischofszell knapp unter dem kantonalen Durchschnitt. Dass die Steuerzahler nicht tiefer in die Tasche greifen müssen, ist dem dicken Eigenkapitalpolster geschuldet. «Grundsätzlich würden wir einen höheren Steuerfuss benötigen, um unsere Auslagen zu decken», räumt Elmar Juchli, Leiter der Schulverwaltung, ein.

Man nehme Verluste in Kauf, um das Eigenkapital auf ein angemessenes Ausmass zu reduzieren. Am Prinzip, nur in notwendige Dinge zu investieren, wird laut Juchli festgehalten. Luxus komme nicht in Frage.

Trotz Defizit kein Grund zur Besorgnis

Die Volksschulgemeinde (VSG) Bischofszell ist in der Region die Körperschaft mit dem grössten Gesamtaufwand. Mit rund 22 Millionen Franken übertrifft sie zum Beispiel den Voranschlag der Stadt Bischofszell gleich um 4,5 Millionen Franken. Bei einem unveränderten Steuerfuss von 90 Prozent rechnet das Budget 2019 der VSG mit einem Verlust von 786'300 Franken. Das budgetierte Defizit liegt somit rund 100'000 Franken über den Erwartungen des letztjährigen Finanzplans. Schulpräsidentin Corinna Pasche gibt zu bedenken, dass selbst dieser Aufwandüberschuss immer noch im Rahmen jener Finanzpolitik liege, die von der Schulbehörde definiert worden ist und die sich einen kontinuierlichen Abbau des Eigenkapitals von 5,8 Millionen Franken zum Ziel gesetzt hat. Der aktuelle Finanzplan geht davon aus, zumindest bis 2023 mit dem heutigen Steuerfuss das Auslangen finden zu können. (st)

Die Gemeindeversammlung der Volksschulgemeinde Bischofszell findet am Dienstag, 11. Dezember, 20 Uhr, in der Mehrzweckhalle von Sitterdorf, St.Gallerstrasse 4, statt; Nach der Versammlung wird ein Apéro offeriert.

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