Bischofszell
«Wohlfühl-Filme kommen immer gut an» – Kulturverein lädt zum Sommerkino ein

Der Verein kulTisch veranstaltet regelmässig Anlässe musikalischer, filmischer und literarischer Art. Einer davon ist das alljährlich stattfindende Sommerkino im Sandbänkli. Die Hauptorganisatorin Monika Schlaginhaufen erzählt von ihren bisherigen Erfahrungen mit der Veranstaltung und erläutert das diesjährige Programm.

Luca Hochreutener
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Die Filmvorführungen finden nach Einsetzen der Dämmerung im Innenhof des Sandbänkli-Areals statt.

Die Filmvorführungen finden nach Einsetzen der Dämmerung im Innenhof des Sandbänkli-Areals statt.

Bild: PD

Der Sommer kommt zurück und mit ihm auch die vielfältigen Veranstaltungen, die unter freiem Himmel stattfinden können. In Bischofszell organisiert der Verein kulTisch jedes Jahr das lokale Sommerkino. Der Verein ist mit dem Kulturbistro zuTisch verbunden und soll das kulturelle Angebot der Rosenstadt ergänzen. Jeweils vom Spätsommer bis Mai finden alljährlich 10–12 kulturelle Anlässe des Vereins statt.

Das nötige Know-how ist vorhanden

Das Sommerkino gibt es seit über zehn Jahren. Vor drei Jahren hat Monika Schlaginhaufen dessen Organisation übernommen. Und das mit vollem Erfolg. «Wir haben ein gut aufgestelltes Team», sagt sie. Besonders hebt Schlaginhaufen den Bischofszeller Stadtrat für Kultur, Jorim Schäfer, hervor. Dieser hat bereits Erfahrungen bei der Organisation von Open-Air-Cinemas, weil er in Bern auch das «Marzili Movie» mitorganisiert.

Monika Schlaginhaufen, Organisatorin des Sommerkinos.

Monika Schlaginhaufen, Organisatorin des Sommerkinos.

Bild: PD

Unterstützt wird das Event unter anderem vom Förderverein Kulthurpool. Dieser hat dem Sommerkino einen grosszügigen Betrag aus seinem Fonds zugesprochen. Bisher wurde das Sommerkino hauptsächlich mit der Kollekte finanziert. Dieses Jahr müssen erstmals alle Besucher ab 16 Jahren einen Eintrittspreis von 12 Franken zahlen. «Wir mussten erkennen, dass das Geld aufgrund der teuren Filmrechte sonst nicht mehr reicht», sagt Schlaginhaufen. Solche Filmrechte können je nach Film bis zu 350 Franken kosten.

Überaus diverses Kinoprogramm

Die Filme wählt das Team um das Sommerkino mit Bedacht aus. Es sollen möglichst unterschiedliche Filme gezeigt werden. Am Ende sollte es eine gesunde Mischung aus verschiedenen Genres sein. Dieses Jahr ist die Filmauswahl besonders international. Mit «Jeune Homme» wird das Sommerkino am 16. Juli mit einem Schweizer Film eingeleitet. Die anderen kommen aus Frankreich, Finnland, Italien und der USA.

«Wir wollen vermeiden, dass unser Publikum von den Filmen geschockt wird.»

Das Bischofszeller Sommerkino hat ein sehr treues Publikum. Da ist es kein Wunder, dass es bis jetzt jedes Jahr sehr gut besucht war. «Es freut uns immer sehr, wenn wir junges Publikum haben», sagt Schlaginhaufen. Manchmal sei es aber auch eine Herausforderung, möglichst passende und massentaugliche Filme zu finden. «Die Filme sollten nicht bedrückend sein, sondern Freude machen. Wohlfühl-Filme kommen dabei immer gut an», erklärt Schlaginhaufen.

Auch von kulinarischer Seite ist man bestens aufgestellt

Letztes Jahr hat das Organisationsteam erstmals einen Koch engagiert. Aufgrund der durchwegs positiven Resonanz bereitet Toni Grauso mit seiner Partnerin Marianna Damasco für die Gäste vor jeder Filmvorführung auch dieses Jahr wieder ein Abendessen zu. Dabei orientiert er sich an der Herkunft der Filme. Zu dem Film «Master Cheng», der von einem chinesischen Koch in Finnland handelt, macht Grauso extra ein Wok-Gericht. Zum Schweizer Film gibt es Fleischkäse und Kartoffelsalat.

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