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Bis in Salenstein Windräder stehen, ist es noch ein langer Weg

Drei Experten haben über die Möglichkeiten der Windenergie im Kanton informiert. Das Interesse der Bevölkerung hielt sich jedoch stark in Grenzen.
Petra Gruber
Einige Interessierte schauen sich die Informationstafeln über die Windenergie im Kanton Thurgau an. (Bild: Petra Gruber)

Einige Interessierte schauen sich die Informationstafeln über die Windenergie im Kanton Thurgau an. (Bild: Petra Gruber)

Stehen in Salenstein bald Windräder? «Bevor es hier zu Windrädern kommt, sind viele Schritte notwendig und dies benötigt viel Zeit», sagt Thomas Volken vom kantonalen Departement für Inneres und Volkswirtschaft. Läuft alles wie am Schnürchen und das Volk stimmt den vorgeschlagenen Standorten zu, würde es mindestens zehn Jahre bis zur Umsetzung dauern. Mit Stefan Schönenberger vom Amt für Raumentwicklung und Michael Altherr von New Energy Scout GmbH lud Volken am Donnerstag zu einem Infoanlass über die Windenergie im Thurgau. Dabei gehen sie vor allem auf Machbarkeitsstudie und die kantonale Richtplanung ein. Der Richtplan legt fest, wo Windenergienutzung ermöglicht werden soll. Das Interesse der Bevölkerung war allerdings gering.

«Ein Umdenken ist notwendig,» sagt Volken und zeigt, woher heute der Strom gewonnen wird: Der grösste Teil ist Solarstrom, eingespiesen von Fotovoltaikanlagen. Geothermie werde nach den schlechten Erfahrungen mit Erdbeben in Basel und St. Gallen nicht mehr verfolgt. Weitere Gewinnung kann durch Biomasse oder Wasser erfolgen. «Diese sind im Thurgau minim. Durch den Wegfall der Kernenergie müssen 40 Prozent des nationalen Stromverbrauchs durch alternative Quellen sichergestellt werden. Mit der Windenergie könnten rund 10 bis 15 Prozent des Gesamtstromverbrauchs des Kantons abgedeckt werden.»

Sechs mögliche Standorte im Kanton

Um Windenergie wirtschaftlich nutzen zu können, braucht es unter normalen Rahmenbedingungen Wind von etwa 5,50 Metern pro Sekunde auf Nabenhöhe, das sind 130 Meter über Boden. Im Thurgau sind solche Standorte vorhanden: Salen-Reutenen, Thundorf, Ottenberg, Braunau/Wuppenau, Eschlikon/Littenheid und Bichelsee/Fischingen. Die Berechnungsgrundlage waren 97 Windstatistiken in der Schweiz. Die Modellierung erfolgte während mindestens zehn Jahren und zeigte die zu erwartenden durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten auf.

Windräder seien zwar eine Gefahr für Vögel und Fledermäuse, sagt Volken. «Aber jede Katze ist eine Gefahr für sie. Wenn die Windräder nicht im Einzugsgebiet und in der Flugroute stehen, ist der Schaden minim.» Ein weiterer Nachteil liege im Schattenwurf und beim Schall.

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