Birwinken
Kurze Versammlung – Einigkeit bei den Bürgern

Den Gewinn der Jahresrechnung 2020 verwendet die Gemeinde Birwinken als Rückstellung für die Sanierung der Kugelfänge und belasteter Standorte.

Monika Wick
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Birwinkens Gemeindepräsident Peter Stern an der Gemeindeversammlung. Neben ihm der neue Gemeindeschreiber Nedic Dejan

Birwinkens Gemeindepräsident Peter Stern an der Gemeindeversammlung. Neben ihm der neue Gemeindeschreiber Nedic Dejan

Bild: Monika Wick

Die Rechnungsversammlung der Politischen Gemeinde Birwinken dauerte gerade einmal 45 Minuten. Das lag nicht daran, dass Gemeindepräsident Peter Stern im Schnellzugtempo durch die Versammlung geführt hätte, sondern daran, dass die 25 anwesenden Stimmbürger (Stimmbeteiligung 2,7 Prozent) lediglich über vier Traktanden zu befinden hatten. «Uns war es wichtig, die Versammlung durchzuführen. Bei einer brieflichen Abstimmung fehlt die Persönlichkeit», erklärt Peter Stern. Um die Sicherheit der Stimmbürger trotzdem gewährleisten zu können, ist die Versammlung, die turnusmässig in der Kirche in Birwinken stattgefunden hätte, in die Andwiler Turnhalle verlegt worden.

Im Mittelpunkt der Versammlung steht die Genehmigung der Rechnung 2020. Sie schliesst bei einem Aufwand von rund 3,95 Millionen Franken und einem Ertrag von rund vier Millionen Franken mit einem Gewinn von rund 50'000 Franken. «Vor der Gewinnverwendung beträgt der Gewinn 295'255.71 Franken», erklärt Peter Stern.

Der Gemeinderat beantragt nämlich, Rückstellungen für die Sanierung der Schiessanlagen (100'000 Franken) sowie die Sanierung belasteter Standorte (150'000 Franken) zu bilden und den Überschuss nach Gewinnverwendung (45'255.71 Franken) dem Eigenkapital zuzuführen, das sich nun auf rund 1,95 Millionen Franken beläuft.

Die Rechnung 2020 und der Antrag zur Gewinnverwendung wird diskussionslos und einstimmig genehmigt. Budgetiert war ein Verlust von rund 87'000 Franken, umso mehr freut sich Peter Stern über das positive Resultat. «Das Ziel des Gemeinderates ist es, seriös und zurückhaltend mit den Finanzen umzugehen», sagt er.

Zu Beginn der Versammlung nutzt Nedic Dejan die Gelegenheit, sich den Stimmbürgern vorzustellen. Der 36-jährige St.Galler trat am 3. Mai die Nachfolge von Stephanie König als Gemeindeschreiber an. «Nach dem Studium der Politikwissenschaft an der Universität Zürich arbeitete ich in der Stadtkanzlei Arbon als Gemeinderatsschreiber von Balgach und in der Privatwirtschaft im Bereich der Unternehmens- und Rechtsberatung», fasst er seinen Werdegang zusammen.