Biodiversität
Toller Pausenplatz für Kinder und Natur: WWF zeichnet die Heilpädagogische Schule Mauren aus

Der WWF Ostschweiz führt dieses Jahr das Projekt «Biodiversität macht Schule» durch. Er zeichnet Schulen und Kindergärten aus, die einen besonders kinder- und naturgerechten Pausenplatz haben.

Mario Testa
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Ruth Winkler und Andreas Kekeis vom WWF bei der Labelübergabe an die Heilpädagogische Schule Mauren mit Schulleiter Andreas Wild-Studer.

Ruth Winkler und Andreas Kekeis vom WWF bei der Labelübergabe an die Heilpädagogische Schule Mauren mit Schulleiter Andreas Wild-Studer.

Bild: Mario Testa

Die Kinder der Heilpädagogischen Schule Mauren, kurz «Schuel Muure», haben einen der spannendsten Pausenplätze im Kanton Thurgau. Nicht nur auf Klettergerüsten, der Rutschbahn oder im Sandkasten können sich die Kinder austoben. Auch Hügel, viele Pflanzen und eine Wasserlandschaft laden sie zum Entdecken ein.

Der grosse Pausenplatz ist aber nicht nur für die Kinder ein Paradies, sondern – dank des üppigen Bewuchses – auch für viele Tiere. Deshalb hat der WWF Ostschweiz die Schule am Montag mit einem Label für einen besonders kinder- und naturgerechten Pausenplatz ausgezeichnet. «Für uns ist es ein grosser, spezieller Tag, bei euch sein zu dürfen», sagt Ruth Winkler vom WWF zu den vielen Kindern, die sich alle auf dem Rasen vor ihr versammelt haben.

«Auf diesem Pausenplatz kann man viel mehr entdecken. Und nicht nur ihr habt daran Freude, auch die Natur.»
Der Pausenplatz der Schuel Muure von oben. Links das Freibad, dann der Natur-Spiel-Hügel und nach dem grossen Rasen der Sandkasten mit weiteren Spielgeräten.

Der Pausenplatz der Schuel Muure von oben. Links das Freibad, dann der Natur-Spiel-Hügel und nach dem grossen Rasen der Sandkasten mit weiteren Spielgeräten.

Bild: Mario Testa

Sie habe auch als Kindergärtlerin so viele Pausenplätze gesehen, auf denen es kaum Grün gab, sondern nur asphaltierte Plätze und vielleicht noch einen Tschuttiplatz. «Das ist dann nicht nur für die Kinder langweilig und armselig, auch für die Natur.»

Biodiversität macht Schule

Mit dieser Plakette zeichnet der WWF kinder- und naturgerechte Schulhausumgebungen aus.

Mit dieser Plakette zeichnet der WWF kinder- und naturgerechte Schulhausumgebungen aus.

Bild: Mario Testa

Der WWF hat für sein Projekt «Biodiversität macht Schule» alle Schulen in den Kantonen St.Gallen, beiden Appenzell und Thurgau angeschrieben. 50 Rückmeldungen seien eingegangen und all diese 50 Schulen besuchten dann auch Vertreter des WWF und bewerteten die Pausenplätze und Umgebung. Wer mehr als 20 von maximal 30 Punkten erhält, bekommt das Prädikat «besonders wertvoll». Die Schuel Muure hat 28 Punkte erreicht.

«Für uns ist das Prädikat eine Bestätigung für unseren Entscheid, den Pausenplatz so zu gestalten. Wir freuen uns sehr», sagt Schulleiter Andreas Wild-Studer.

Andreas Wild-Studer, Schulleiter.

Andreas Wild-Studer, Schulleiter.

Bild: Mario Testa
«Wir haben den Platz für die Kinder so gestaltet, dass er nun auch für die Natur gut ist, ist umso besser.»

Der grosse Hügel mit den Klettermöglichkeiten, einem Bächlein, einer langen Rutschbahn, einem Balance-Parcours und diversen lauschigen Rückzugsorten in Weidenhäusern entstand in den Jahren 2012 bis 2014. «Zuvor hatten wir hier zwei kleinere Hügel mit einer Seilbahn dazwischen, aber die war in die Jahre gekommen», sagt Wild. Im Zuge der Sanierung des schuleigenen Freibads habe sich viel Aushubmaterial ergeben, mit dem man den grossen Hügel aufschütten konnte.

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