Biodiversität
Romanshorn beteiligt sich am Projekt «Vorteil naturnah»

Die Stadt wird teil des Initiative «Vorteil naturnah» des Kantons für mehr Biodiversität im Siedlungsraum. An 30 Orten sollen naturnahe Aussenräume und Freiflächen entstehen.

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Eine Wildblumenwiese beim Parkplatz Hydrel/Inseli.

Eine Wildblumenwiese beim Parkplatz Hydrel/Inseli.

Stadt Romanshorn / Christian Brönimann

(red) Die Leistungsvereinbarung zur Beteiligung an der Initiative sei kürzlich unterschrieben worden, schreibt die Stadt Romanshorn in einer Mitteilung. Damit sei Romanshorn eine von insgesamt zwölf an «Vorteil naturnah» beteiligten Thurgauer Gemeinden. Neben der Stadt würden sich auch die Primar- und Sekundarschulgemeinde sowie die katholische Kirchgemeinde Romanshorn dafür engagieren.

Eveline Gisel, Projektleiterin beim Amt für Raumentwicklung des Kantons Thurgau, sagt:

Eveline Gisel, Projektverantwortliche «Vorteil naturnah» Kanton Thurgau.

Eveline Gisel, Projektverantwortliche «Vorteil naturnah» Kanton Thurgau.

Andrea Stalder
«Die Hafenstadt hat nur schon darum eine besondere Stellung, weil sie sich schon seit langer Zeit für Biodiversität einsetzt.»

Auch deshalb sei beim ausführenden Werkhof ein grosses Wissen vorhanden, sagt Gisel. Das habe es der Stadt erlaubt, die Grundlagenpapiere selbst zu erarbeiten. «Dies schafft zusammen mit hoher Motivation und dem Herzblut für die Natur beste Projektvoraussetzungen.»

Teils seien die Arbeiten bereits weit fortgeschritten, sagt Christian Brönimann, Leiter der Stadtgärtnerei.

«An etwa 20 Orten waren wir bereits aktiv oder werden dies bald.»

Gestaltungen seien etwa bei den Schulhäusern Grund, Spitz und Weitenzelg, beim Kindergarten an der Schulstrasse, der katholischen Kirche, dem Kreisel Hubzelg, der Hofstrasse, im Park Isola, der Schlossbergwiese sowie beim Werkhof vorgesehen

Lange Tradition in Sachen Biodiversität

Brönimann freue sich über die Möglichkeiten zur Aufwertung der Grünflächen, die mit der finanziellen Beteiligung des Kantons zusätzlich realisierbar seien, steht in der Mitteilung der Stadt.

Er erinnere an die lange Tradition der Stadt in Sachen Biodiversität, die bewusst gepflegt werde: Erste Erfahrungen seien vor rund 20 Jahren gesammelt worden, indem Grünflächen beim Schlösslipark und Hydrel-Parkplatz mit Saatgut einheimischer Flora zu Wildblumenwiesen aufgewertet wurden, die bis heute Bestand hätten und vielen Insekten Heimat seien

Gestaltete Aussenräume bedeuten Lebensqualität

Ursula Bernhardt, Stadträtin mit Ressort Versorgung und Entsorgung

Ursula Bernhardt, Stadträtin mit Ressort Versorgung und Entsorgung

Donato Caspari

Die Stadträtin Ursula Bernhardt, Ressortverantwortliche Versorgung und Entsorgung, sagt: «So gestaltete Aussenräume und Grünflachen bedeuten Lebensqualität, sind kinder- und familienfreundlich, robust und langlebig sowie lebendig und emotional.»

Die Laufzeit der Initiative «Vorteil naturnah» sei vorerst bis 2023 befristet, so die Stadt. Gemäss der Projektleiterin Eveline Gisel werde der Kanton jedoch weiter am Thema dranbleiben. «So, wie Romanshorn auch», betont Stadträtin Bernhardt.