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Volley Amriswils Europacup-Reise in Bildern

Der Kurztrip nach Korsika endete für Volley Amriswil sportlich mit einer Enttäuschung. Das Sechzehntelfinal-Hinspiel gegen GFC Ajaccio verlieren die chancenlosen Thurgauer 0:3. Doch werden wie bei jeder Teamreise ins Ausland auch positive Erinnerungen bleiben.

Matthias Hafen aus Ajaccio
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Einchecken am Flughafen Zürich: Jeder Spieler von Volley Amriswil ist vom Club angewiesen, ein komplettes Tenü im Handgepäck mitzuführen, damit die Mannschaft auch spielfähig ist, wenn das aufgegebene Gepäck nicht an die Destination transportiert wird.
Auf dem Flug mit zwei Zwischenstopps gibt es viel Zeit totzuschlagen. Auf dem Flughafen von Marseille duellieren sich Thomas Zass (links) und Videoscout Riccardo Balsamo im Tischfussball. Jovan Djokic beobachtet das Spiel aus der Ferne.
Gamepads und Smartphones sind treue Begleiter der Spieler (Julian Weisigk, links, und Luca Müller) auf einer Europacup-Reise. Oft spielen sie auf ihren Geräten gegeneinander, was immer wieder für Lacher und kleine Sticheleien sorgt.
Ankunft in Ajaccio: Nach zehnstündiger Reise sind die Amriswiler müde, aber guten Mutes.
Das aufgegebene Gepäck ist ausnahmslos mittransportiert worden - von Zürich via Paris und Marseille nach Ajaccio.
Peter Bär, Geschäftsführer und Delegationsleiter von Volley Amriswil, macht sich vor Ort mit den korsischen Fan-Utensilien vertraut.
Erstes Training in der Sporthalle U Palatinu: Noch am Abend der Ankunft schwört Trainer Marko Klok (in Schwarz) die Spieler von Volley Amriswil auf das Sechzehntelfinal-Hinspiel vom nächsten Tag gegen GFC Ajaccio ein.
Die Delegation von Volley Amriswil ist für zwei Nächte im Viersterne-Hotel «Campo dell'Oro» untergebracht. Die Unterkunft wurde in diesem Fall vom gastgebenden Club organisiert und bezahlt. Im Gegenzug organisiert und bezahlt Volley Amriswil den Aufenthalt des GFC Ajaccio in einer Woche im Thurgau.
Vom Zimmer aus geniessen Amriswils Volleyballer eine wunderschöne Sicht auf das Mittelmeer.
An den Strand kommen die Spieler aber kaum, da sich ihr Radius lediglich zwischen Hotel und Sporthalle bewegt. Dabei hätte es direkt vor dem Hotel sogar eine Trainingsmöglichkeit im Sand gegeben.
Teammanager und Physio Reto Eigenmann hat einen Grossteil der Reise organisiert. Dazu gehört ein Zeitplan für alle Spieler, der von der Ankunft bis zur Abreise fast minutengenau getaktet ist.
Vor dem Spiel führt Trainer Marko Klok mit seinem Team im Hotel mehrmals ein Videostudium durch. Mit den Aufnahmen wird das gegnerische Team auseinandergenommen und dessen Stärken und Schwächen aufgezeigt. Etwa, dass ein Angreifer stets die gleiche Seite für seine Smashes auswählt.
Die lokale Zeitung «Corse-matin» weist auf einer ganzen Seite auf das Europacupspiel von GFC Ajaccio gegen Volley Amriswil hin. Im Artikel werden die Thurgauer fälschlicherweise als aktueller Schweizer Meister betitelt. Zudem sind diverse Namen von Amriswiler Spielern und jener von Trainer Klok («Block») falsch geschrieben.
Die Arena U Palatinu bietet eine grossartige Kulisse für Volleyballspiele. Allerdings ist das Zuschaueraufkommen für die Partie gegen Amriswil enttäuschend. Die erwartete Marke von 1000 Zuschauern wird nicht erreicht.
Der GFC Ajaccio kommt aber auch ohne grosse Unterstützung des Heimpublikums aus und zeigt dem in der NLA noch unbesiegten Volley Amriswil im Spiel von Anfang an dessen Grenzen auf.
Immer wieder gibt es für die Amriswiler (Passeur Rajko Strugar, vorne, und Georg Escher) Lichtblicke. Allerdings ist die Differenz zum aktuellen Tabellensechsten der französischen Liga gross.
Die Medizintasche ist ein wichtiges Utensil während des Spiels.
Nach zwei verlorenen Sätzen bäumt sich Volley Amriswil im dritten nochmals kurz auf, kann die 0:3-Niederlage aber nicht mehr verhindern. Jetzt ist im Rückspiel vom Mittwoch, 18. Dezember, im Tellenfeld ein 3:0- oder 3:1-Sieg gefordert, damit die Thurgauer einen Entscheidungssatz austragen können.
Profivolleyballer sind wie eine Familie. Nach dem Spiel tauschen sich die Spieler von Volley Amriswil und dem GFC Ajaccio freundschaftlich aus. Die Lokalmatadoren werden von Kindern um Autogramme gebeten.