Bezirksgericht
Urs Weber gewinnt die Wahl ans Bezirksgericht Weinfelden hauchdünn

Der SVP-Kandidat und die parteilose Martina Notargiacomo kandidierten um das Amt als Berufsrichter am Bezirksgericht Weinfelden. Zum Schluss setzte sich Urs Weber mit 338 Stimmen Vorsprung bei der Wahl durch.

Mario Testa
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SVP-Bezirkspräsident Andreas Zuber gratuliert Urs Weber auf dem Stelzenhof zur Wahl ans Bezirksgericht Weinfelden.

SVP-Bezirkspräsident Andreas Zuber gratuliert Urs Weber auf dem Stelzenhof zur Wahl ans Bezirksgericht Weinfelden.

Bild: Mario Testa

Um das Amt als Berufsrichter am Bezirksgericht Weinfelden kandidierten die parteilose Martina Notargiacomo und Urs Weber von der SVP. Bei einer Wahlbeteiligung von fast 50 Prozent reichten 16'715 Stimmberechtigte gültige Wahlzettel ein. Zum Schluss war es ein äusserst knapper Ausgang der Wahl, welche Urs Weber für sich entscheiden konnte. Der 32-Jährige vereinigte 8458 Stimmen auf sich, Martina Notargiacomo 8120. Vereinzelte erhielten 137 Stimmen.

«Ich freue mich sehr über das Vertrauen, welches die Wähler in mich setzen», sagt Urs Weber an der Wahlfeier auf dem Stelzenhof.

«Für mich war es die erste Volkswahl. Es war ein sehr intensiver Wahlkampf und ich habe mit einem knappen Ausgang gerechnet, da es zwei sehr valable Kandidaturen waren.»

Er habe im ganzen Bezirk Wahlkampf betrieben und dabei grosse Unterstützung gespürt. Das habe sich offenbar ausbezahlt.

Unterschiede zwischen Stadt und Land

Die Resultate der Wahl zeigen Differenzen zwischen Stadt und Land. In Weinfelden konnte die Martina Notargiacomo zwei Drittel aller Stimmen auf sich vereinen, in den anderen Gemeinden des Bezirks hatte Urs Weber oft bis zu doppelt so viele Stimmen wie sie. «Klar bin ich enttäuscht vom Wahlausgang. Aber ich wusste, dass es für mich als Parteilose nicht einfach werden würde gegen einen Kandidaten der wählerstärksten Partei», sagt Martina Notargiacomo am Wahlapéro in Weinfelden.

«Den Wahlkampf habe ich aber als sehr spannend empfunden.»
Martina Notargiacomo spricht am Wahlapéro im «Giusi's» in Weinfelden mit ihren Gästen.

Martina Notargiacomo spricht am Wahlapéro im «Giusi's» in Weinfelden mit ihren Gästen.

Bild: Mario Testa

Sie freue sich nun darauf, im Team der Staatsanwaltschaft Frauenfeld weiter arbeiten zu können, wo sie sich wohl fühle.

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