Interview
Bewohnerin des Bischofszeller Sattelbogen: «Meine Lieblinge waren Elvis Presley und Fredy Quinn.»

Im Bischofszeller Sattelbogen verbringen über neunzig Bewohnende ihren Lebensabend. Eine von Ihnen ist die 77-jährige Margrit Widmer aus Bischofszell. Trotz Besucherstopp seit dem 9. März läuft das Leben in geregelten Bahnen.

Manuel Nagel
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Margrit Widmer sitzt im Garten des Wohnheims Sattelbogen in Bischofszell.

Margrit Widmer sitzt im Garten des Wohnheims Sattelbogen in Bischofszell.

(Bild: PD)

Margrit Widmer, wie erleben Sie die jetzige Zeit mit dem Corona-Problem?

Ich bin dankbar, dass ich gesund sein darf. Die Aktivitäten im Sattelbogen schätze ich sehr. Aber ohne Besuch meiner Liebsten, inklusive der Grosskinder, ist es schon manchmal langweilig.

Weshalb schätzen Sie trotzdem jeden Tag aufs Neue?

In meiner Kindheit habe ich gelernt, dass ein positiver Weitblick immer hilft. Ausserdem bekomme ich Motivation von meinem Umfeld in Form eines Telefons. Zudem bin ich glücklich, dass meine Verwandten gesund sind.

Wovon sprechen Sie, wenn Sie an frühere Zeiten denken?

Ich erinnere mich mit Freude an meine «Rock’n Roll-Zeiten». Meine Lieblinge waren Elvis Presley und Fredy Quinn.

Was empfehlen Sie jungen Leuten in Bezug auf das Leben?

Positives Denken. An die Zukunft glauben, den Kopf nicht in den Sand stecken, sondern aktiv das heute prägen und für morgen laufend dazulernen.

Wenn Sie Bundesrätin wären, dann würden Sie…?

Trägt dazu bei, dass es auch Morgen einen Weltfrieden gibt. Helft den Kleinbauern im Land, dass sie das anbauen können, was wir zur Selbstversorgung brauchen.