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Bernerverein begeistert Arboner Publikum mit dem Lustspiel «Härztropfe»

Die sechs Laiendarsteller des Bernervereins überzeugte am Wochenende im Lustspiel «Härztropfe». Spontaner Applaus und Lachsalven zeigten die Begeisterung der Zuschauer.
Hedy Züger
Eine Szene aus «Härztropfe». (Bild: Hedy Züger)

Eine Szene aus «Härztropfe». (Bild: Hedy Züger)

So verzwickt die Geschichte um Kräche, Bosheiten und ein verliebtes Paar in der Familie Lüthi auch war – das Lustspiel «Härztropfe» des Bernervereins vom Samstagabend kam an und provozierte Lachsalven sowie Begeisterung in der Mehrzweckhalle Frasnacht. Die sechs Laiendarsteller unter der Leitung von Regisseur Walter Rieder übertrafen, spielbegabt wie sie sind, alle Erwartungen. Auch textlich überzeugte «Härztropfe» und auf manches Rededuell folgte spontaner Applaus.

«Sie haben alle grüne Herztropfen vor sich auf den Tischen, diese sind kein Genuss, aber ungiftig», versicherte Präsident Beni Lüthi in der Mehrzweckhalle. Die Theatergäste wurden mit vielerlei Getränken und Leckerbissen versorgt.

Eine anspruchsvolle Hauptrolle

Von Beginn an lernte das Publikum die Frau im Haus als zwar clever, aber unausstehlich scharfzüngig kennen. Sonja Bräker meisterte die schwierige Hauptrolle der ständig keifenden Mutter mit Bravour. Erst am Theaterende war klar: der ständige Griff zu den Herztropfen – die Flasche enthielt Wodka – liess sie derart giftig werden.

Gatte Hans (Thomas Eberle) liess sich nicht alles gefallen und garnierte seine Kritik an ihr mit:

«Drache, Fregatte, Schreckschraube!»

Der liebe Gott hätte statt Frauen besser eine weitere Sorte Hühner erfunden, meinte er. Als sich Tochter Vanessa (Angela Bühler) und der Briefträger (Elmar Rütsche) verlieben und das mit reizvollen Andeutungen und lieblichem Erröten kundtun, darf ausgerechnet der verschupfte Rentner das Geheimnis zuerst erfahren. Holger Thomaneck verkörpert ihn mit einer Vielfalt an Gesten und Mimiken. Ein erfundenes Glückslos und ein falscher Vorname bewirken Liebesleid und neuen Tumult. Der esoterische Auftritt einer prophetischen Schwägerin (Regula Lanz) weckt Neugier und Eifersucht und bereicherte die Szene.

Das Publikum überhörte, dass neben Berner- und Thurgauer Mundart auch Züritütsch und sogar Hochdeutsch Platz hatten. Die Dialektfassung von «Härztropfe» zeigte auf, wie breitgefächert das Vokabular unserer Mundarten ist. Theaterverdrossenheit sollte deswegen keine aufkommen: Wer beim Bernerverein «Härztropfe» miterlebte, sitzt bei der Vorstellung im nächsten Jahr bestimmt wieder im Publikum vor der Bühne.

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