Neuheit
Berg bietet neu E-Mobilität für die Bevölkerung und die Gemeindemitarbeiter

Auf dem Parkplatz der Raiffeisenbank hat die Gemeinde Berg eine doppelte E-Ladesäule installiert. Auf einem der beiden Parkplätze steht neu ein Mobility-Fahrzeug, das andere ist frei für alle E-Mobile.

Mario Testa
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Gemeindepräsident Thomas Bitschnau, Energiekommissionspräsident Daniel Schenk und Magdalena Balogh von der Mobility Genossenschaft bei der neuen E-Ladesäule.

Gemeindepräsident Thomas Bitschnau, Energiekommissionspräsident Daniel Schenk und Magdalena Balogh von der Mobility Genossenschaft bei der neuen E-Ladesäule.

Bild: Mario Testa

Berg trägt seit dem Jahr 2009 das Label Energiestadt. Daniel Schenk, Gemeinderat und Präsident der Energiekommission, möchte weitere Punkte sammeln, um in der Bewertung weiter zuzulegen. «Wir haben uns in der Energiekommission deshalb auch schon länger mit dem Thema Carsharing auseinandergesetzt», sagt er.

«Vielleicht gibt es im Dorf ja Familien, die dank des Carsharings auf ein Zweitfahrzeug verzichten können.»

Seit Donnerstag steht nun so ein Carsharing-Auto mitten in Berg, auf dem Parkplatz der Raiffeisenbank. Die Genossenschaft Mobility hat einen rein elektrischen Renault Zoé dort stationiert. Dazu hat die Gemeinde für rund 10'000 Franken eine doppelte E-Ladesäule installiert.

Umsatzbeteiligung für die Gemeinde

Die doppelte E-Ladesäule in Berg.

Die doppelte E-Ladesäule in Berg.

Bild: Mario Testa

Das Fahrzeug kann von allen Personen benützt werden, die ein Mobility-Abo haben. Dazu soll es auch von den Gemeindemitarbeitern genützt werden, sagt Magdalena Bolagh von Mobility. Die Gemeinde Berg zahlt dafür eine Jahrespauschale. «Aber mit jeder absolvierten Fahrt von Privatbenützern werden 75 Prozent des Umsatzes der Gemeinde gutgeschrieben, 100 Prozent sogar bei Fahrten der Gemeindemitarbeiter», sagt sie.

«Im Idealfall zahlt die Gemeinde Berg also keinen Franken für diese ‹Mobility-Flex›-Lösung»
André Kobelt, Raiffeisenbank Berg.

André Kobelt, Raiffeisenbank Berg.

Bild: Mario Testa

Gemeindepräsident Thomas Bitschnau ist dankbar für das Engagement von Mobility, aber auch für die Bereitschaft der Raiffeisenbank, für das Carsharing und die Ladestation zwei Parkplätze zur Verfügung zu stellen. «Das ging alles unglaublich unbürokratisch. Ich war baff, wie schnell wir das realisieren konnten.» André Kobelt von der Raiffeisenbank Berg sagt: «Wir stellen die Plätze gern zur Verfügung. Auch unsere Kunden und die Bevölkerung von Berg können hier ihre E-Mobile mit Strom betanken.»

Mobility

Auto-Teilet-Genossenschaft

Die Genossenschaft Mobility gibt es in der Schweiz seit 24 Jahren. Sie hat mittlerweile 245'000 Kundinnen und Kunden und schweizweit fast 3000 Fahrzeuge an rund 1500 Standorten stationiert. Laut eigenen Angaben kann ein Mobility-Auto elf Privatfahrzeuge ersetzen. Die Kunden bezahlen nebst dem Jahresabo nur, wenn sie die Fahrzeuge auch nützen. Im Fall des Renault Zoé in Berg sind es 65 Rappen pro Kilometer und 2,5 Franken pro Stunde.