Beim Konzert in Kreuzlingen zeigen zwei Blasorchester Höchstleistung

Mit dem SBO Kreuzlingen und der Civica Filarmonica di Lugano trafen sich am Sonntagabend die beiden besten Blasmusikorchester aus dem Thurgau und dem Tessin im Kultur- und Sportzentrum Dreispitz zu einem Konzert der Extraklasse.

Erwin Schönenberger
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Die Civica Filarmonica di Lugano mit Dirigent Franco Cesarini (Bild: Erwin Schönenberger)

Die Civica Filarmonica di Lugano mit Dirigent Franco Cesarini (Bild: Erwin Schönenberger)

Der Beginn des Konzerts im voll besetzten Saal des Kultur- und Sportzentrums war den Luganesi vorbehalten. Und schon an den vielen Stühlen auf der fast aus den Nähten platzenden Bühne war ersichtlich, dass mit der Civica Filarmonica di Lugano nicht nur eines der besten, sonder auch eines der grössten Orchester aufspielen wird.

Und natürlich hatte Maestro Franco Cesarini für dieses Konzert zwei seiner grossartigen und vielseitigen Kompositionen ausgewählt. Man staunte ob des musikalischen Ideenreichtums des Komponisten, der mit seiner Komposition seinen über 100 Musikerinnen und Musikern alles abverlangte.

Entstanden ist ein 45-minütiges Werk, das nicht nur das Orchester, sondern auch das Publikum an die Grenzen stossen liess. Gewaltiger Applaus belohnte die Luganesi für ihre Leistung.

Kleiner, aber nicht schwächer

Nach der Pause brillierte das Symphonische Blasorchester Kreuzlingen, zwar zahlenmässig etwas kleiner, musikalisch aber keineswegs schwächer, mit seinem dreiteiligen Konzertprogramm. Unter der Leitung von Stefan Roth bot auch dieses Orchester Höchstleistungen, wie man es sich inzwischen gewohnt ist.

Schluss- und Höhepunkt des Konzerts der SBO bildete Cesarinis Version des Gershwin-Hits «An American In Paris». Immer wieder tauchten die schönsten Melodien aus dem Original auf, zeitgenössisch ergänzt mit Cesarinis Arrangement. Das Konzert wird am 10. Mai 2020 als Muttertagskonzert in Lugano nochmals gespielt.

Das SBO Kreuzlingen unter der Leitung von Stefan Roth. (Bild: Erwin Schönenberger)

Das SBO Kreuzlingen unter der Leitung von Stefan Roth. (Bild: Erwin Schönenberger)

Konzerte in Kreuzlingen und Lugano

Im Jahr 2018 durfte das Symphonische Blasorchester Kreuzlingen unter der Leitung seines Dirigenten Stefan Roth mit dem weltbekannten Schweizer Komponisten, Dirigenten und Flötisten Franco Cesarini an den «Symphonia Classic»-Konzerten zusammenarbeiten. Cesarini leitet seit über 20 Jahren das Civica Filarmonica die Lugano. Aus dieser Zusammenarbeit entstand schliesslich der Wunsch, zwei Doppelkonzerte durchzuführen. Am vergangenen Sonntag spielten die Luganesi nun zum ersten Mal seit 2011 wieder in der Deutschschweiz. Das «Rückspiel» findet am 10. Mai im Rahmen eines Muttertagskonzertes in Lugano statt. (red)

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