Beim Hallenbad wehrt sich nur einer: Dem Kreuzlinger Egelsee-Projekt droht nicht das gleiche Schicksal wie dem Stadthaus

Stadt und Schule gehen davon aus, dass der Ausbau des Thermalbads Egelsee nicht langfristig blockiert wird.

Urs Brüschweiler
Hören
Drucken
Teilen
So soll es aussehen, wenn der Neubau fertig ist.

So soll es aussehen, wenn der Neubau fertig ist.  

(Bild: pd)

Das neue Stadthaus klemmt und auch das Parkhaus am Hafenbahnhof ist auf Eis gelegt. Bei einem anderen Kreuzlinger Grossprojekt geht es derweil voran. Beim Neu- und Erweiterungsbau des Hallenbads Egelsee soll es im Herbst losgehen mit den Bauarbeiten.

Vor Weihnachten lag das entsprechende Baugesuch öffentlich auf. Nur gerade eine einzige Einsprache sei eingegangen, bestätigt die zuständige Stadträtin Dorena Raggenbass auf Anfrage. Über deren Inhalt und Urheberschaft kann sie naturgemäss keine Auskunft erteilen. Aber man geht bei der Bauherrschaft nicht davon aus, dass das Projekt deswegen eine längere Verzögerung erfährt.

Die Einsprache werde nun vom kantonalen Departement für Bau und Umwelt behandelt. Raggenbass geht davon aus, dass dies innert «nützlicher Frist» geschehe beziehungsweise deutlich schneller als zuletzt beim Vorentscheid über das Stadthaus. Dort hatte es über ein Jahr gedauert, bis das Amt entschieden hatte.

Kein Planungsstopp, sondern die heisse Phase

Auf jeden Fall steht beim Hallenbad kein Planungsstopp im Raum. Im Gegenteil: Schule und Stadt befinden sich derzeitig in der heissen Phase der Feinplanung, wie die Stadträtin berichtet. Bis zu den Sommerferien wolle man 80 Prozent der Offerten aus den Bauausschreibungen auf dem Tisch haben. Dann könne man abschätzen, ob der Kostenvoranschlag – insgesamt wurden von den Stimmbürgern 35,5 Millionen Franken bewilligt – zutreffe und im positiven Falle könne die Baukommission mit der Auftragsvergabe beginnen.

Probleme bereiten könnte allerdings noch der Baugrund. Früher gab es an der Gaissbergstrasse Weinberge, wodurch es heute Kupferablagerungen im Boden habe. Diese könnten zu erhöhten Entsorgungskosten führen. Probebohrungen sollen diese nun aufzeigen.

Erst der Neubau, dann die Sanierung des Altbaus

Stadträtin Dorena Raggenbass sagt:

Dorena RaggenbassStadträtin Kreuzlingen

Dorena Raggenbass
Stadträtin Kreuzlingen

(Bild: Andrea Stalder)
«Im Moment sind wir guten Mutes, dass alles klappt, mit dem Spatenstich im Herbst.»

Bis Ende 2022 könnte der Neubau dann fertiggestellt sein und anschliessend mit der Sanierung und dem Umbau des bestehenden Hallenbades begonnen werden. Ohne weitere Verzögerungen wäre das gesamte Projekt dann im Herbst 2023 abgeschlossen.

Mehr zum Thema