«Bei grosser Unzufriedenheit wären wahrscheinlich mehr gekommen»: Nur 14 Stimmberechtigte nahmen an der Uttwiler Schulgemeindeversammlung teil

Die Rechnung der Uttwiler Schulgemeinde schliesst positiv ab. Die Versammlung genehmigte sowohl Rechnung als auch Budget. Der Steuerfuss bleibt bei 47 Prozent.

Barbara Hettich
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Blick auf das Primarschulgebäude von Uttwil.

Blick auf das Primarschulgebäude von Uttwil.

Nana Do Carmo

Die Stimmbeteiligung an der Primarschulgemeinde war rekordverdächtig tief: 14 Stimmberechtigte nahmen an der Versammlung am Montagabend teil. Schulpräsidentin Rebecca von Rappard nahm es gelassen:

«Bei grosser Unzufriedenheit wären wahrscheinlich mehr gekommen.»

Zu beanstanden gab es wahrlich nichts. Schulpfleger Adrian Gut präsentierte erfreuliche Zahlen. Die Rechnung 2019 schliesst bei einem Gesamtaufwand von 2,5 Millionen Franken mit einem Ertragsüberschuss von knapp 145'000 Franken, im Budget hatte man noch mit einem Minus von 60'000 Franken gerechnet.

Gründe für die Abweichung gibt es viele, unter anderem sinkende Schülerzahlen, mehr Steuereinnahmen, niedriger Energiebedarf, weniger Anschaffungen. Das Budget 2020 bei gleichbleibendem Steuerfuss von 47 Prozent bewegt sich in etwa im gleichen Rahmen wie im Vorjahr. «Weil wir aufgrund der Corona-Pandemie die Versammlung erst im September durchführen konnten wurden keine ausserordentlichen Ausgaben ins Budget aufgenommen», so Adrian Gut.

Keine Steuererhöhung geplant

Diskussionslos und einstimmig wurden denn auch Rechnung und Budget genehmigt. Vom Ertragsüberschuss werden 130'000 Franken dem Erneuerungsfonds Bauten zugewiesen. Die Primarschulgemeinde Uttwil steht finanziell auf gesunden Beinen. Dies zeigte der Finanzplan über die kommenden Jahre.

Selbst wenn die Primarschule mit dem neuen Finanzausgleich mehr Geld an den Kanton abliefern muss, eine Steuererhöhung ist derzeit nicht geplant. Für anstehende Sanierungen von Turnhalle und Schulhaus wurden bereits Rückstellungen getätigt.

Ab diesem Schuljahr gilt das Zwei-Klassen-System

Auch im operativen Bereich läuft es rund. Investitionen in den IT-Bereich hätten sich ausbezahlt, sagte Rebecca von Rappard:

«Ab dem ersten Tag des Lockdowns war die Schule online.»

Die Präsidentin informierte zudem, dass man ab diesem Schuljahr vom Drei-Klassen- zum Zwei-Klassen-System umgestellt habe, um den Kindern mit Blick auf die aktuellen Schülerzahlen den bestmöglichen Unterricht zu bieten. Die schulergänzende Tagesstruktur sei zudem gut angelaufen. Derzeit würden 25 Kinder regelmässig und weitere spontan betreut.