Bei der Affeltranger Weihnachtsparty lief es am Nachmittag noch etwas zäh

Am Freitag und Samstag organisierte der Turnverein Affeltrangen die alljährliche Weihnachtsparty.

Vivane Vogel
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Gute Stimmung aber noch wenig Gäste, beim Feierabendapéro in der Turnhalle.

Gute Stimmung aber noch wenig Gäste, beim Feierabendapéro in der Turnhalle.

(Bild: Andrea Stalder)

Um acht Uhr abends sind die Turner schon fünf Stunden dabei. «Zwischen drei und fünf Uhr nachmittags sind wir zu neunt bei einem Feierabendbier zusammengesessen», sagt OK-Präsident Kevin Huber. Dieses Jahr probierte der STV Affeltrangen nämlich etwas Neues aus. Verschiedene Firmen wurden angeschrieben und zum frühen Weihnachtsapéro eingeladen. «Es sind nicht umwerfend viele Leute gekommen. Das hängt unter anderem wohl daran, dass Heiligabend an einem Dienstag ist.» Wer montags nochmals ins Büro gehen muss, ist freitagabends noch nicht in Abschlussstimmung.

Etwas schwermütig denkt Huber zurück an den Rekord vor fünf Jahren: «Da waren es am Samstag rund 1000 Leute und freitagabends bereits 600.»

Die Gäste sind um einiges zuversichtlicher. «Ich war letztes Jahr schon hier. Da war die Besucherzahl um diese Zeit etwa gleich», berichtet Besucherin Jennifer Senti. «Ich bin zuversichtlich, dass es auch dieses Jahr wieder gut wird.» Senti macht gleich das volle Programm und geht freitags sowie samstags auf die Tanzfläche.

Manuel Roth und Dominik Wissler sind hier, um Leute kennen zu lernen und Freunde zu treffen. «Es macht mehr Spass, abends unter Menschen zu gehen, anstatt nur zu Hause vor dem Fernseher zu sitzen», findet Wissler. Auf die Weihnachtsparty ist er vor allem durch die Plakate aufmerksam geworden. Er deutet auf eine einzelne Reihe von Sternen an der Hallenwand und sagt: «Ich bin aber überrascht, dass es so wenig Weihnachtsdeko hat.»

Immer mal wieder etwas Neues

Das Durchschnittsalter an diesem Freitagabend ist tief: «Dieses Jahr sind die Besucher aussergewöhnlich jung», beobachtet Huber. Gesenkt wurde die Zahl vor allem durch das Fehlen der älteren Dorfbevölkerung. «Also mein Vater war hier. Vielleicht haben es die Jungen vergessen, ihre Eltern zu informieren.»

Ein anderer Grund könnte die Verbreitung und Werbung über Instagram-Stories sein, die auch Ramona Schär und Romy Manser angelockt hat: «Wir sind über die Fotos von Freunden gestolpert, auf denen es nach sehr viel Spass aussah», sagt Manser. «Als ich vom Versuch mit der Türöffnung um 15 Uhr hörte, dachte ich mir, dass es mutig ist», sagt der ehemalige Turner Andreas Steinbauer.

«Ein, zwei Firmen waren auch tatsächlich vertreten. Das ist schon gut, dass das OK ab und an mal etwas Neues wagt.» Er selbst werde nicht bis zum Ende der Party um vier Uhr morgens bleiben. «Ich gehöre der älteren Generation an und bin hier nur noch als stiller Geniesser.» Für den Samstagabend erwartet er noch mehr junge Besucher: «Dann wird hier die Hölle los sein.»

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