REGION SULGEN
Die Volksschulgemeinde investiert in zwei Schulhäuser in Sulgen und Kradolf

Die Stimmbürger der Volksschulgemeinde Region Sulgen genehmigten einen Baukredit für die Erweiterung des Schulhauses Auholz in Sulgen und einen Projektierungskredit für den Umbau des Schulhauses in Kradolf.

Hannelore Bruderer
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Christoph Stäheli, Präsident der Volksschulgemeinde Region Sulgen, während der Gemeindeversammlung im Sulger Auholzsaal.

Christoph Stäheli, Präsident der Volksschulgemeinde Region Sulgen, während der Gemeindeversammlung im Sulger Auholzsaal.

Bild: Hannelore Bruderer (Sulgen, 30. November 2020)

Die Coronapandemie fordere auch die Volksschulgemeinde (VSG) Region Sulgen, sagte Schulpräsident Christoph Stäheli nach seiner Begrüssung zur Gemeindeversammlung. Es komme zum Ausfall von Lehrpersonen und Schülern, die in Quarantäne müssten.

«Eine ganze Klasse hat es bei uns zum Glück noch nie getroffen. Die Weiterführung des Präsenzunterrichts ist unsere oberste Priorität. Deshalb setzen wir die Schutzmassnahmen konsequent um.» Den Mehraufwand für Reinigung und Desinfektion, aber auch für Aushilfslehrkräfte schätzt Stäheli bis Ende Jahr auf rund 50'000 Franken.

Ja zu revidierter Gemeindeordnung

Von den 4344 Stimmberechtigten fanden sich am Montagabend nur gerade 48 im Sulger Auholzsaal zur Versammlung ein. Die Stimmbeteiligung betrug somit 1,1 Prozent. Zu den Anpassungen in der Gemeindeordnung sagten alle Stimmberechtigten Ja.

Nebst kleineren formalen Anpassungen ist nun auch geregelt, dass beim Festsetzen von Gebühren die Gemeindeversammlung das letzte Wort hat. Und Mitglieder der Rechnungsprüfungskommission können in Stiller Wahl von der Schulbehörde gewählt werden, sofern nicht mehrere Vorschläge für einen freien Sitz vorliegen.

Defizitäre Abschlüsse sind zu erwarten

Den deutlichen Anstieg der Schülerzahlen in den kommenden Jahren zeigte Stäheli mit einem Balkendiagramm auf. Mehr Schüler bedeuten einen Anstieg des Personal- und Sachaufwands sowie der Investitionskosten in die Infrastruktur, aber auch, dass die VSG Region Sulgen höhere Beiträge vom Kanton erhalten wird.

In den nächsten vier Jahren sei mit defizitären Abschlüssen zu rechnen, die mit dem hohen Eigenkapital von über acht Millionen Franken aber verkraftbar seien, erklärte Christoph Stäheli. Nach aktuellem Stand werde die Rechnung für das laufende Jahr positiv ausfallen.

Senkung des Steuerfusses um drei Prozentpunkte

Behördenmitglied Emil Harder, der im nächsten Jahr als einziger der Bisherigen nicht mehr zur Wiederwahl antreten wird, stellte das ausgeglichene Budget 2021 vor.

Bei einer Gesamtsumme von über 14 Millionen Franken wird mit einem Verlust von 346'000 Franken gerechnet. Dies bei einem von 96 auf 93 Prozent gesenkten Steuerfuss. Weder Budget noch Steuerfuss wurden hinterfragt; beides genehmigten die Stimmbürger einstimmig.

Schulhaus in Kradolf erhält Gruppenräume

Ebenso geschlossen sagten die Stimmbürger Ja zu den beiden Kreditbegehren. Das Schulhaus in Kradolf kann für 405'000 Franken umgebaut werden. Behördenmitglied Kurt Bühler zeigte auf, welche baulichen Massnahmen umgesetzt werden, damit das Schulhaus die dringend benötigten Gruppenräume erhält.

Im Treppenhaus wird gegen die starke Zugluft hinter der denkmalgeschützten Eingangspforte ein Windfang erstellt, und eine Schallschutzdecke soll den Lärmpegel senken.

Mit ihrem Ja zum Projektierungskredit über 85'000 Franken machten die Stimmbürger die Bahn frei zur Erweiterung des Schulhauses Auholz in Sulgen. Der zu kleine und provisorisch eingerichtete Kindergarten soll vergrössert und die zwei Aussenfreiräume im Obergeschoss zu Klassenzimmern ausgebaut werden.

Schulpräsident freut sich auf Erweiterung

Geben die Stimmberechtigten im nächsten Jahr grünes Licht für den Baukredit, kann die Erweiterung 2022/23 realisiert werden. «Ich habe lange dort unterrichtet und bin froh, dass das Schulhaus Auholz nun sozusagen fertiggebaut werden kann», sagte der Schulpräsident.

Nach der Wahl von Amire Iseni als Urnenoffiziantin informierte die Schulbehörde über ihre laufenden Geschäfte. Heinz Gfeller erläutere das weitere Vorgehen beim Projekt für familienergänzende Betreuung (FAME), Sandra Husistein stellte das Förderkonzept 2021 vor.