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Befürworter der Arboner Altstadt-Aufwertung warnen vor einem Nein

Ein Komitee mit Vertretern aller sieben Parteien am Ort setzt sich für die geplante Aufwertung des historischen Zentrums ein. Gerade wer sparen wolle, müsse dem Projekt zustimmen.
Markus Schoch
Werben für ein Ja am 23. September: Roman Buff, Dominik Diezi, Nicola Franco, Lukas Graf, Sara Placi-Righetti, Max Gimmel und Andrea Vonlanthen. (Bild: Reto Martin)

Werben für ein Ja am 23. September: Roman Buff, Dominik Diezi, Nicola Franco, Lukas Graf, Sara Placi-Righetti, Max Gimmel und Andrea Vonlanthen. (Bild: Reto Martin)

Andrea Vonlanthen ist anderer Meinung als die meisten Stadtparlamentarier seiner Partei. Der frühere Fraktionspräsident der SVP Arbon und langjährige Kantonsrat setzt sich für das Projekt «Lebensraum Altstadt» ein, über das die Arboner am 23. September abstimmen. Vonlanthen gehört dem Pro-Komitee an, das am Dienstag vor die Medien trat.

Die Altstadt mit dem Schloss und der Martinskirche sei die schönste Visitenkarte von Arbon, sagte Vonlanthen. Manches Haus sei stilvoll erneuert und zum Bijou geworden. «Doch gerade Touristen zeigen sich auch erstaunt über die Leere in den Strassen und Gassen: wenige Passanten, geschlossene Geschäfte, ungenutzte Schaufenster.» Doch das müsse nicht sein. «Für erstaunlich wenig Geld können wir nun eine hervorragende Basis schaffen für einen zukunftsweisenden Lebensraum Altstadt.»

Arbon kann sich die Investition leisten

Für Max Gimmel ist die Vorlage «die logische Fortsetzung der neuen Verkehrsführung durch Arbon über die NLK». Und Arbon könne sich die Kosten von 2,7 Millionen Franken auch leisten. «Das Projekt belastet die Rechnung jährlich mit 125000 Franken, was weniger als ein halbes Steuerprozent ist.» Wie die Gegner darauf kommen, dass deswegen eine Steuererhöhung drohe, ist für den Co-Präsidenten der örtlichen FDP nicht nachvollziehbar.

Gleich geht es Sara Placi-Righetti von der Gruppierung XMV. Die aktuelle Vorlage sei sogar «ein Schnäppchen».

«Wir müssen nur die Hälfte bezahlen,»

sagt Placi-Righetti. Der Bund allein beteilige sich mit 2 Millionen Franken aus dem Topf des Agglomerationsprogramms an den effektiven Kosten von 5,12 Millionen Franken. «Endlich kann Arbon auch einmal profitieren, und nicht nur immer auswärtige Projekte mitfinanzieren.»

Bei einem Nein wird es teurer

90 Prozent der geplanten Ausgaben seien für die Sanierung der Strassen und Werkleitungen bestimmt, rief Lukas Graf von der SP in Erinnerung. Diese Kosten würden auch anfallen, wenn die Arboner in gut einem Monat Nein zum Kredit sagen würden. Nur müsste die Stadt dann alles aus dem eigenen Sack bezahlen. Es würde aber nicht nur teurer. Die Altstadt wäre auch kein bisschen schöner und attraktiver geworden.

Sie habe aber eine nachhaltige Entwicklung mit einer Begegnungszone mehr als verdient, meinte EVP-Präsident Roman Buff. Der Durchgangsverkehr sei immer noch viel zu gross. Es gebe zwar Lichtblicke wie den Wochenmarkt oder die Usestuehlete. Doch es wäre bei besseren Rahmenbedingungen viel mehr möglich. Und Buff betonte: «Ein prosperierendes Arbon ist zwingend auf eine prosperierende Altstadt angewiesen.»

Das Potenzial ist riesig

Deren Potenzial sei noch lange nicht ausgeschöpft, sagte Dominik Diezi von der CVP. «Es ist riesig. Die Vorlage eröffnet der Altstadt die dringend notwendige Entwicklungsperspektive. Und sie ist ein klares Bekenntnis der Stadt zur Altstadt, das Vertrauen bei potenziellen Investoren schafft.» Nicht zuletzt auch beim Kanton, der sich Gedanken über einen neuen Standort für das Historische Museum mache, sagte Vonlanthen. Arbon ist im Rennen und hat vor kurzem eine neue Idee präsentiert: Platz finden sollen die Ausstellungs-Gegenstände im Schloss und in einem Neubau. Ausgerechnet bei diesem Vorhaben mit dem Hinweis auf die leere Kasse den Rotstift anzusetzen, sei grundfalsch, sagte Diezi. «Es geht um ein zentrales Infrastrukturprojekt, bei dem der Handlungsbedarf ausgewiesen ist. Hier lässt sich nicht sparen.»

Das Projekt werde von niemandem ernsthaft bestritten, sagte Nicola Franco von den Grünen . «Es ist von hervorragender Qualität.» Arbon profitiere gleich mehrfach: «Das Vorhaben sorgt für eine merkliche Verkehrsberuhigung in der Altstadt, verwandelt Strassenabschnitte in Plätze, verschönert Arbons Visitenkarte durch ein modernes Lichtkonzept und gewährleistet die dringend nötige Sanierung der Strassen und Werkleitungen.» Die Lebensqualität steige. «Gleichzeitig erhalten Restaurants, Geschäfte und Hauseigentümer bessere Rahmenbedingungen.»

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