Baustart
Der Steg ist in Arbeit: Die Kreuzlinger Badi erhält einen barrierefreien Seezugang

Anfang Dezember startet die Stadt mit den Bauarbeiten für den 75 Meter langen und 2,5 Meter breiten Badesteg inklusive Plattform und Lift im Freibad Hörnli. Bis im April 2022 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

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Ruedi Wolfender zeigt den Standort des neuen Badesteges.

Ruedi Wolfender zeigt den Standort des neuen Badesteges.

Bild: PD/Stadt Kreuzlingen

(red) Das Schwimmbad Hörnli bietet eine Vielzahl von Attraktivitäten, dazu zählt auch der direkte Zugang zum See, schreibt die Stadt Kreuzlingen in einer Mitteilung. Auf Betonplatten gelangen die Badenden ins Wasser. Ein Geländer hilft, das Gleichgewicht zu behalten, denn die Platten sind oft von Algen überzogen und rutschig. «Leider ist es dadurch immer wieder zu Unfällen gekommen», erklärt Ruedi Wolfender, Abteilungsleiter Departement Gesellschaft. Gemeinsam mit Urs Oberhänsli, Vizepräsident der Genossenschaft Hörnli, leitet Wolfender das Stegprojekt, welches die Situation nun verbessern soll.

Nach der öffentlichen Bauauflage bewilligte nun auch der Regierungsrat des Kantons Thurgau die Konzession für den neuen barrierefreien Badesteg. Dieses Projekt berücksichtigt das Behindertengleichstellungsgesetz und gleichzeitig ermöglicht der Steg mit seiner Plattform den ganzjährigen Zugang. Eine Attraktivitätssteigerung, die auch die Ufervegetation, unter anderem das geschützte Bodensee-Vergissmeinnicht, berücksichtigt.

Die heutige Situation birgt Unfallgefahr.

Die heutige Situation birgt Unfallgefahr.

Bild: PD/Stadt Kreuzlingen

Herausforderung Bauablauf

Die Wintermonate werden nun genutzt, um zu pfählen und anschliessend die Stahl- und Holzkonstruktion inklusive Lift bauen zu können. In Anbetracht der örtlichen Gegebenheiten stellt der Bauablauf eine grosse Herausforderung dar, betont Ruedi Wolfender. «Die Sicherheit für Passanten geniesst oberste Priorität. Möglicherweise muss der beliebte Seeuferweg zwischen Fischerhaus und Hörnli zeitweise gesperrt werden», erklärt Wolfender.

Denn Aufgrund der Boden- und Platzverhältnisse können keine schweren Baumaschinen auffahren, um das Material anzuliefern. Dasselbe gilt für den Seegrund: Um ihn zu schonen, wird östlich zum geplanten Steg ein provisorischer Kiesdamm aufgeschüttet. Dieser Damm dient als stabile Arbeitsfläche für das anspruchsvolle Projekt. Ruedi Wolfender ist überzeugt, dass der Kreuzlinger Steg wegweisend auf alle Seegemeinden ausstrahlen werde.

«Mit dem Steg schaffen wir mehr Sicherheit und Komfort und ermöglichen Menschen mit Gehbehinderung einen barrierefreien Zugang ins Wasser. Des Weiteren gewinnt das Projekt durch die Plattform, auf der sich die Gäste auch während der Wintermonate aufhalten können.»

Bis im April 2022 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Die beteiligten Firmen

Folgende Firmen sind am Bau beteiligt: 
Wasser- und Stahlbau, Pfählen:
Geiges AG, Warth, in Zusammenarbeit Methabau-Stahlbau, Kreuzlingen
Stahlbau Haupttreppe und Liftlösung:
Neuweiler AG, Kreuzlingen
Holzarbeiten: Werner Meister AG, Lengwil
Sanitär: Willi Studer AG, Kreuzlingen
Strom: Arber AG, Kreuzlingen

Die Unterführung zum Seeuferbereich des Freibads Hörnli.

Die Unterführung zum Seeuferbereich des Freibads Hörnli.

Bild: PD/Stadt Kreuzlingen

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