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Ausgezaubert: 2018 gibt es in Kreuzlingen keinen Weihnachtsmarkt

Die fünfte Ausgabe des «Chrüzlinger Stärnäzauber» findet in diesem Advent nicht statt. Dem OK aus dem Vorstand des Gewerbeverbandes fehlen die Ressourcen, das etablierte Vorweihnachtsfest weiterzuführen.
Urs Brüschweiler
Der Weihnachtsmarkt Stärnäzauber auf dem Boulevard in Kreuzlingen. (Bild: Andrea Stadler)

Der Weihnachtsmarkt Stärnäzauber auf dem Boulevard in Kreuzlingen. (Bild: Andrea Stadler)

Man sprach schon von Tradition. Oder zumindest hätte es den Kreuzlingern gefallen, wenn der Stärnäzauber eine solche geworden wäre. 2014 hatte ein OK aus der Mitte des Gewerbeverbandes den Weihnachtsmarkt neu aufgegleist. Drei Jahre war damals ihr Horizont, 2017 hatte der Kern mit einer neuen Präsidentin noch eine vierte Ausgabe angehängt. Doch obwohl das dreitägige Adventsfest auf dem Boulevard gut besucht war und sehr gut ankam bei der Bevölkerung, ist nun Schluss. Dies haben die OK-Mitglieder am Dienstagmorgen bekanntgegeben. Urban Ruckstuhl sagt: «Wir hatten schon im letzten Jahr die Situation, dass wir Mühe hatten, das OK zu besetzen». Heuer seien sie wieder vor der gleichen Ausgangslage gestanden. «Darum müssen wir nun leider bekannt geben, dass es 2018 keinen Stärnäzauber geben wird.»

Ein Ressourcen-Problem

Auch frühzeitig geführte Gespräche mit der Stadt hätten zu keiner vertretbaren Lösung geführt. «Wir mussten uns eingestehen, dass es nicht realistisch ist, in diesem Jahr noch etwas auf die Beine zu stellen», sagt Urban Ruckstuhl. «Es hat vier Jahre lang Spass gemacht und wir haben es gerne gemacht, aber es reicht jetzt.» Werner Meister erklärt: «Es ist ein Ressourcen-Problem. Das Kern-OK besteht aus Vorstandsmitgliedern des Gewerberverbandes, die sowieso schon sehr viel Zeit investieren.» Er erwähnt unter anderem das Engagement bei der Boulevard-Frage. «Wir wollen und können die Leute nicht verheizen.» Schade sei dies auch insofern, dass die Bevölkerung das Engagement des Gewerbes beim Stärnäzauber estimiert habe, ergänzt Meister.

«Wir wollen und können die Leute nicht verheizen.»
Werner Meister, OK-Mitglied

Die OK-Mitglieder Urban Ruckstuhl, Lisa Schreier, Ulrike Schmied, Werner Meister, Silvia Cornel und Roger Bongiorno erhielten von Stadtpräsident Thomas Niederberger (hinten) ein symbolträchtiges Präsent. (Bild: Urs Brüschweiler)

Die OK-Mitglieder Urban Ruckstuhl, Lisa Schreier, Ulrike Schmied, Werner Meister, Silvia Cornel und Roger Bongiorno erhielten von Stadtpräsident Thomas Niederberger (hinten) ein symbolträchtiges Präsent. (Bild: Urs Brüschweiler)

Dank vom Stadtpräsidenten

Stadtpräsident Thomas Niederberger bedauert den Entscheid sehr, wie er sagt. «Aber ich habe auch Verständnis». Die OK-Mitglieder seien in ihren Betrieben natürlich stark eingebunden und die zeitlichen Ressourcen entsprechend knapp. Er nutzte die Gelegenheit den Machern für ihren Einsatz zu danken und schenkte ihnen je einen Besmer-Brenner. Verbunden mit der Hoffnung, dass sie das Feuer der Leidenschaft, mit welchem sie den Weihnachtsmarkt auf die Beine gestellt hatten, an mögliche Nachfolger weitergeben können.

«Wir bedauern den Entscheid sehr, aber wir haben auch Verständnis. Die Stadt hat ein grosses Interesse an einem guten Weihnachtsmarkt.»
Thomas Niederberger, Stadtpräsident

Hoffnung auf Neuauflage 2019

Sterben lassen will die Stadt den Stärnäzauber nämlich nicht so einfach. Man habe sich stadtintern schon viele Gedanken gemacht, wie man einem neuen OK für eine Neuauflage 2019 helfen könne. In der Administration oder im Bau könnte sich Niederberger mehr Unterstützung von der Stadt vorstellen. «Aber es braucht ganz klar ein privates OK, welches die Initiative übernimmt», stellt der Stadtpräsident klar. In diesem Sinne richtet er einen Aufruf an die Bevölkerung. «Wer Interesse hat, in irgendeiner Form bei der Organisation eines Weihnachtsmarktes mitzuhelfen, soll sich bei mir melden.» Die Stadt habe ein grosses Interesse, dass dieser Marschhalt nicht von Dauer sei. Und auch die Mitglieder des abtretenden OK sicherten einem neuen Team ihre Hilfe zu.

Vielleicht doch noch ein Mini-Weihnachtsmarkt in diesem Advent

Für dieses Jahr stellte Niederberger dann doch auch noch eine Mini-Version eines Weihnachtsmarktes in Aussicht. «Es gibt Überlegungen, an einem Abend im Advent einen vorweihnächtlichen Treffpunkt zu organisieren. Aber da stecken wir noch in den Kinderschuhen.»

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