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Aus drei kleinen Kirchgemeinden im Mittelthurgau wird eine grosse

An den drei Versammlungen haben die Kirchbürgerinnen und Kirchbürger von Evangelisch Affeltrangen, Märwil und Braunau einem Zusammenschluss zugestimmt.
Rolf Zimmermann, Angelika Schweizer und Hans Bodenmann stossen auf den Zusammenschluss ihrer drei evangelischen Kirchgemeinden an. (Bild: PD)

Rolf Zimmermann, Angelika Schweizer und Hans Bodenmann stossen auf den Zusammenschluss ihrer drei evangelischen Kirchgemeinden an. (Bild: PD)

(red) Dreimal hiess es am Montagabend deutlich ja. Die Kirchbürgerinnen und -bürger stimmten dem Zusammenschluss an den drei gleichzeitigen Versammlungen mit grossem Mehr zu. «Jetzt gehen wir vertrauensvoll in die Zukunft», sagte Rolf Zimmermann sichtlich zufrieden.

Der Präsident der Evangelischen Kirchgemeinde Affeltrangen hat die verschiedenen Fachgruppen im Rahmen der Gesamtarbeitsgruppe «Regionale Zusammenarbeit» koordiniert, die in den letzten vier Jahren den Zusammenschluss zur Evangelischen Kirchgemeinde Affeltrangen-Braunau-Märwil vorbereitet haben.

«Offensichtlich ist das eindeutige Resultat der Lohn der mehrjährigen transparenten Arbeit»

sagte Zimmermann, der an seiner Versammlung keine einzige Wortmeldung zu verzeichnen hatte.

Enger Austausch mit Bürgern

In den bisherigen Strukturen zeigten sich in verschiedenen Belangen Grenzen auf. «Durch das Zusammenlegen der Pfarrämter, mit der Schaffung einer Diakonatsstelle sowie dem Aufbau eines Sekretariates werden das Pfarramt und die Behördenmitglieder von administrativen Arbeiten entlastet», betonte Angelika Schweizer, Präsidentin der Evangelischen Kirchgemeinde Märwil. Das schaffe attraktive Tätigkeitsfelder.

Gleichzeitig sollen lokale Strukturen auch zukünftig gefördert werden, um die kirchliche Beheimatung zu erhalten. Das sahen ihre Versammlungsteilnehmenden genauso und brauchten ebenfalls nicht mehr zu diskutieren: Schweizer beendete die Märwiler Versammlung nach sage und schreibe lediglich zehn Minuten.

Starker Zuspruch für Zusammenschluss

Die Zusammenschluss-Abstimmungen vielen überaus klar aus – am deutlichsten in Braunau. In dieser kleinsten Partnergemeinde konnte Kirchgemeindepräsident Hans Bodenmann aufgrund einer Frage aus den Reihen der Versammlungsteilnehmenden versichern, dass gemäss dem ausgearbeiteten Gottesdienstplan auch in Braunau weiterhin Gottesdienste gefeiert werden.

Dass sonst keine Bedenken oder Fragen aufkamen, sei sicherlich darauf zurückzuführen, dass die Kirchbürgerinnen und Kirchbürger von Anfang an stark in den Prozess eingebunden worden seien, meinte Bodenmann. «Jetzt wird aus einer seit langem bestehenden Vision Realität», betonte Angelika Schweizer.

Verschiedene Arbeitsgruppen, bestehend aus Vertretern aus jeder Kirchgemeinde, arbeiteten mit Gemeindeaufbauberater Daniel Frischknecht das Zukunftsmodell aus. Immer wieder wurden die Überlegungen mit den Kirchbürgerschaften gespiegelt und Anregungen aufgenommen. So entstand die breit abgestützte Variante, die nun erfolgreich gutgeheissen wurde.

2021 steht die Gemeinde

Die neuen Strukturen sollen helfen, die langfristige Entwicklung der drei Kirchstandorte positiv zu beeinflussen und das kirchliche Leben weiter zu fördern. «Für die ganze Gemeinde ergeben sich durch den Zusammenschluss neue Möglichkeiten», sagte Rolf Zimmermann.

Damit sich die neue Kirchgemeinde entfalten kann, gelte es nun aber, die Hausaufgaben zu erledigen; die neue Kirchgemeinde muss noch konstituiert werden. Im nächsten Jahr werden im Rahmen von gemeinsamen Versammlungen die neue Behörde gewählt, das Budget und der Steuerfuss verabschiedet und das kirchliche Leben geplant. Am 1. Januar 2021 wird die neue Evangelische Kirchgemeinde Affeltrangen-Braunau-Märwil ihre Aufgaben übernehmen.

Die Abstimmungsresultate

Braunau: Stimmbeteiligung: 12 Prozent. Ja 23, Nein 2, keine Enthaltung.
Märwil: Stimmbeteiligung: 11 Prozent. Ja 30, Nein 10, keine Enthaltung.
Affeltrangen: Stimmbeteiligung: 4,1 Prozent. Ja 38, Nein 7, Enthaltung 1.

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