Aus der Quarantäne direkt ins Europacupspiel? Volley Amriswil bleiben nicht viele Optionen

Das ganze NLA-Team von Volley Amriswil sitzt bis und mit 10. November in Quarantäne. Tags darauf sollte das Sechzehntelfinal-Hinspiel im CEV-Cup gegen Zenit St.Petersburg stattfinden.

Matthias Hafen
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Die Vorbereitung auf das nächste Europacupspiel wird für Volley Amriswil (blau) zur Geduldsprobe.

Die Vorbereitung auf das nächste Europacupspiel wird für Volley Amriswil (blau) zur Geduldsprobe.

Bild: Mario Gaccioli

Das Bangen geht weiter bei Volley Amriswil. Kann das NLA-Team kommende Woche zum CEV-Cup-Sechzehntelfinalspiel gegen Zenit St.Petersburg antreten oder nicht? Derzeit sitzt die Mannschaft inklusive Trainer und enge Betreuer wegen zwei positiver Coronatests in den eigenen Reihen in Quarantäne. Noch am Dienstagabend wurde dem Klub von den Thurgauer Behörden bestätigt, dass die Kollektivquarantäne bis und mit Dienstag, 10. November, einzuhalten ist. Das gilt für alle Teammitglieder, die in der Schweiz wohnen. Dem Konstanzer Spieler Julian Weisigk und einem in Deutschland wohnhaften Betreuer könnten von den dortigen Behörden gar 14 Tage Quarantäne drohen.

Geschäftsführerin Osterwald: «Grundsätzlich können wir das Datum nicht ändern»

Terminlich wird die Sache so eng, dass Volley Amriswil am Donnerstag eine Art Krisensitzung durchführt. Das Problem: Das Heimspiel gegen St.Petersburg hat der europäische Volleyballverband CEV schon vor Tagen auf Wunsch der Amriswiler auf den Mittwoch, 11. November, terminiert. «Grundsätzlich können wir dieses Datum nicht mehr ändern», sagt Amriswils Geschäftsführerin Gesa Osterwald. Allerdings hatte der Thurgauer NLA-Klub vor der Terminfixierung die Wahl, die Partie entweder am Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag der nächsten Woche auszutragen. Deshalb hegt Osterwald im Moment noch die Hoffnung, dass zumindest ein Verschieben der Partie auf den Donnerstag, 12. November, möglich wäre. Dazu würde es nebst dem Okay des CEV aber auch die Zusage von Zenit St.Petersburg brauchen. Denn das könnte auch Auswirkungen auf das Rückspiel eine Woche später haben. Weil am Mittwoch Nationalfeiertag war in Russland, war noch kein Kontakt möglich zum Gegner.

Vielleicht muss sich Volley Amriswil am Ende doch die Frage stellen, ob es direkt aus der Quarantäne zum Europacupspiel gegen Zenit St.Petersburg antreten will – praktisch ohne Training. Das wäre dann eine rein sportliche Abwägung.