Aus der Not eine Tugend gemacht: Sulgerin verkauft selbstgemachte Schutzmasken

Mehrere Wochen durfte Denise Bartholdi ihren Laden in Sulgen nicht öffnen. Nun erfreuen sich ihre selbstgemachten Schutzmasken grosser Beliebtheit.

Hannelore Bruderer
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Schaufenster mit Masken im Sulger Oberdorf.

Schaufenster mit Masken im Sulger Oberdorf.

Bild: Hannelore Bruderer

In überfüllten Zügen, Trams und Bussen sowie in anderen Situationen, in denen der propagierte Mindestabstand des Bundesrates zur Bekämpfung des Coronavirus von zwei Metern nicht eingehalten werden kann, sind Schutzmasken empfohlen.

Denise Bartholdi verkauft selbst hergestellte Schutzmasken in ihrem Laden «den[k]bar» und im Internet. «Als Österreich die ersten Lockerungen der verhängten Massnahmen bekannt gab und eine Schutzmaskenpflicht in vielen Bereichen einführte, habe ich eine erste Maske für mich geschneidert», sagt Denise Bartholdi. Mit dem Resultat war sie sehr zufrieden und so stellte sie einige weitere her.

Diese stellte sie ins Schaufenster, noch bevor sie ihr Geschäft wieder öffnen durfte. Bartholdi berichtet

«Bereits da erhielt ich Anfragen. Kunden fragten mich, ob ich ihnen die Masken auch liefern würde.»

In der Zwischenzeit hat Bartholdi schon mehrere Dutzend verkauft. Ihre Schutzmasken fertigt sie aus zweilagigen, festen Baumwollstoffen, die bis zu 90 Grad heiss gewaschen werden können. In die Masken kann ein Filter eingeschoben werden und sie sind reversibel. «Bisher habe ich handelsübliche Filter verwendet, die auch in Staubsaugern zum Einsatz kommen. Neu bestellt habe ich zusätzlich das von der Gastrobranche empfohlene Filtervlies FFP2», sagt Bartholdi.

Stoffmasken, wie sie die Sulgerin herstellt, sind als Schutz im öffentlichen Leben geeignet, aber nicht für medizinische Zwecke. Dafür haben die Masken von «den[k]bar» aber auch nicht das uniforme Aussehen ihrer medizinischen Variante. Sie sind in verschiedenen Farben und Mustern erhältlich.