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Aufnahmen für das Weihnachtskonzert in Weinfelden

Am Sonntag haben in der katholischen Kirche die Aufnahmen für das Weihnachtskonzert der Musikwelle stattgefunden. Während zwei Stunden musizierten fünf Formationen.
Monika Wick
Der Jugendchor des Konservatoriums Winterthur ist eine von fünf Formationen, die in der Weihnachtssendung zu hören sind. (Bild: Reto Martin)

Der Jugendchor des Konservatoriums Winterthur ist eine von fünf Formationen, die in der Weihnachtssendung zu hören sind. (Bild: Reto Martin)

«Ich freue mich sehr, Sie zum diesjährigen Weihnachtskonzert aus der katholischen Kirche St. Johannes der Täufer in Weinfelden, begrüssen zu dürfen», sagt Maria Victoria Haas. Obwohl es bis Weihnachten noch vierzehn Tage dauert, hat sich die junge, schwarzhaarige Frau, die ein rotes Kostüm trägt, keinen Versprecher geleistet.

Sie moderiert das grosse, volkstümliche SRG-SSR Weihnachtskonzert «Nadal – Natale – Noel – Weihnachten», das am 23. Dezember um 20 Uhr auf dem Radio-Sender Musikwelle ausgestrahlt wird.

Die Nieser unterdrücken

«Ich bitte Sie, sich ruhig zu verhalten und Ihre Handys auszuschalten, damit nur die gewünschten Töne zu hören sind», instruiert Haas die zahlreichen Zuhörer, die am Sonntagnachmittag zur Aufzeichnung in der Kirche erschienen sind. «Applaudieren dürfen Sie natürlich sehr gerne.»

Ihre Worte zeigen Wirkung. Mucksmäuschenstill sitzen die Zuhörer in den Bänken, welche manchmal ein leises Knarren von sich geben. Der Herr, der während des Konzerts versehentlich einen harten Gegenstand zu Boden fallen lässt, erntet sogleich unverständnisvolle Blicke. Ein Niesen oder Husten verkneifen sich die Anwesenden, wenn es sein muss, so lange, bis es vom tosenden Applaus zwischen den Vorträgen verschluckt wird.

Fünf Formationen

Das MUGS Brass Quartett, der Jugendchor des Konservatoriums Winterthur, Willis Wyberkapelle, das Quintetto Prisma und das Ensemble Canorus gestalten das Konzertprogramm, welches traditionelle Melodien aus allen vier Landesteilen, bekannte Weihnachtsmelodien und modernere Kompositionen vereint. (mwg)

Die insgesamt dreissig Vorträge begeistern das Publikum und reisst es immer wieder zu Beifallstürmen hin. Diese Geräuschkulisse nutzen die Formationen, um sich aufzustellen oder zurückzuziehen, ohne das es von den zahlreichen Mikrofonen aufgezeichnet wird.

Stille Nacht muss sein

«Kein Weihnachtskonzert darf zu Ende gehen ohne ‹Stille Nacht›», stellt Maria Victoria Haas nach zwei musikalischen Stunden fest. «Und in diesem Jahr schon gar nicht», fügt sie hinzu. Vor genau 200 Jahren haben der Salzburger Priester Joseph Mohr und der aus Oberösterreich stammende Lehrer Franz Xaver Gruber das Lied in der St. Nikola Kirche in Oberndorf bei Salzburg zum ersten Mal gesungen.

«Kaum jemand hätte 1818 wohl daran gedacht, dass das Lied in 200 Sprachen und Dialekte übersetzt und auf der ganzen Welt gesungen wird», sagt die Moderatorin, bevor es vom Jugendchor und dem Publikum angestimmt wird.

«Die Anreise hat sich gelohnt»

Sylvia Tschanz hat am Morgen im Radio von der Aufzeichnung gehört und sich spontan dazu entschlossen von Uesslingen nach Weinfelden zu kommen. «Die Anreise hat sich auf alle Fälle gelohnt. Das Konzert hat mir sehr gut gefallen», erklärt sie.

Sylvia Tschanz arbeitete bis zu ihrer Pensionierung im Mai in der Pflege. «Davor war es mir aufgrund der Arbeitszeiten oftmals nicht möglich, solche Konzerte zu besuchen. Dafür geniesse ich es jetzt umso mehr», fügt sie hinzu.

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