Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Aufkleber soll Tiere vor dem Tod in den Flammen bewahren

Bei Brandereignissen sterben immer wieder Tiere, weil sie sich verstecken oder in Käfigen eingesperrt sind. Mit Notfallkarten will die Feuerwehr dagegen vorgehen.
Mario Testa
Ein Weinfelder Feuerwehrmann bringt die verängstigte Katze Inka nach der Rettung aus dem Haus in Sicherheit. (Bild: BRK News)

Ein Weinfelder Feuerwehrmann bringt die verängstigte Katze Inka nach der Rettung aus dem Haus in Sicherheit. (Bild: BRK News)

Katze Inka hatte Glück. Beim Brand eines Wohnhauses an der Amriswilerstrasse am Donnerstag vor der Wega, entdecke ein Feuerwehrmann das verängstigte Tier in der Wohnung und brachte es in Sicherheit. Alle Bewohner hatten bereits zuvor das Haus verlassen. «Je später wir Tiere finden, desto länger sind sie Rauch und Feuer ausgesetzt. Damit steigt auch die Gefahr, dass die Tiere ein Brandereignis nicht überleben», sagt der Weinfelder Feuerwehrkommandant Stefan Jünger.

«Auch beim aktuellen Fall hat der Feuerwehrmann die Katze Inka eher zufällig entdeckt und retten können», sagt er. Nicht immer seien die Tierhalter anwesend. Jünger will deshalb auf eine Kampagne aufmerksam machen, die der Schweizerische Feuerwehrverband in Zusammenarbeit mit der Tierschutzorganisation Vier Pfoten im vergangenen Jahr lanciert hat. Sie heisst: «Wenn im Notfall jede Sekunde zählt.»

Wichtige Information für die Feuerwehr

Die Kampagne hat zum Ziel, Feuerwehrleute darüber zu informieren, dass in einem Haus oder einer Wohnung Tiere leben. «Das Prinzip ist einfach. Die Tierhalter müssen nur einen Sticker neben der Haustüre anbringen. Auf dem Sticker können sie Anzahl und Art der im Haus wohnenden Tiere notieren.» Dadurch wissen die Feuerwehrleute, worauf sie bei der Rettung speziell achten müssen. Die Sticker sind Witterungsbeständig und Leuchten, wenn sie angestrahlt werden.

Natürlich gebe der Sticker keine Garantie, dass alle Tiere auch immer gerettet werden könnten. «Aber diese Informationen helfen uns, schneller zu reagieren – in Brandfällen zählt jede Sekunde», sagt Stefan Jünger. Der Sticker ändere auch nichts an der Prioritätensetzung bei der Rettung. «Zuerst kommt immer der Mensch, dann Tiere, dann Sachwerte.»

Kontaktperson kümmert sich um die Tiere

Zum Sticker an der Haustüre bieten der Feuerwehrverband und die Tierschutzorganisation auch noch eine zweite Notfallkarte an. «Diese tragen die Tierhalter bei sich im Portemonnaie. Auf der Rückseite können sie eine Kontaktperson eintragen», erklärt Jünger. Diese Karte komme bspw. nach Verkehrsunfällen zum Einsatz. «Wenn der Tierhalter schwer verletzt ist und nicht sprechen kann, wissen die Retter, dass bei der Person Zuhause ein Tier wartet. Sie können dann die angegebene Kontaktperson informieren, die sich um die Tiere kümmert.»

Die Sticker können auf der eigens dafür eingerichteten Website bestellt werden. Ein Set mit vier Karten kostet 8.50 Franken.

Hinweis www.save-my-pet.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.