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Auf Schusters Rappen rund um Amriswil

Die Amriswiler Wandernacht bescherte den Teilnehmenden einen schönen Abend. Auf der Strecke besuchten sie einen Nussölproduzenten, der alles von Hand macht, und einen Trüffelbauern, der auf Glück hofft.
Manuel Nagel
Auch Stadtpräsidiumskandidaten und Stadträte liefen bei der 13. Amriswiler Wandernacht mit. (Bild: PD)

Auch Stadtpräsidiumskandidaten und Stadträte liefen bei der 13. Amriswiler Wandernacht mit. (Bild: PD)

Geradezu geschaffen für eine Wanderung zeigte sich der letzte Samstagabend. Bei drückend schwülen Temperaturen zogen rund 60 Teilnehmer aus Amriswil und Umgebung in zwei Gruppen los, um sich bei der 13. Amriswiler Wandernacht des Verkehrsvereins mit dem St. Galler Haselnussöl und der Arbeit eines Winzers auseinanderzusetzen. Mit dabei waren auch die drei Stadtpräsident-Kandidaten, André Schlatter, Stefan Koster und Gabriel Masedo.

Kostbares Nussöl

Unterwegs hatten die Teilnehmer Gelegenheit, mehr über das St. Galler Haselnussöl zu erfahren und es vor Ort zu probieren. Vor ein paar Jahren hat Cornel Angehrn mit seiner Frau den Versuch gewagt und eine Haselnussplantage mit rund 800 Bäumen angelegt. Die beiden mussten in den letzten Jahren aber immer wieder Rückschläge bewältigen. Einmal zerstörten Engerlinge die Hälfte der Plantage und im letzten Jahr sind viele Blüten durch die Kälte und den späten Schneefall einfach erfroren. «Die Ernte ist ziemlich aufwendig und erfolgt komplett von Hand. Mittlerweile ernten wir in einem guten Jahr um die 135 Kilogramm Nüsse, was etwa 20 Liter hochwertiges ÖL ergibt», erklärt Angehrn.

Experiment Trüffelanbau

Gleich hinter dem Wasserschloss Hagenwil, an einem gut besonnten Hang, wachsen die Reben von Schlossherr und Winzer Alfons Angehrn. Mit viel Liebe und Herzblut pflegte er seit über 35 Jahren den rund einen Hektar grossen Rebberg nach IP-Standard. Nun tritt er etwas kürzer und hat den Rebberg verpachtet. Doch Angehrn schiebt keine ruhige Kugel, sondern setzt seit ein paar Jahren auf Trüffelbäume. «Nicht nur geduldig müssen Trüffelbauern sein, sondern auch risikofreudig. Es gibt keine Garantie, ob die edlen Pilze je wachsen werden. Das werden wir erst in drei Jahren sehen», sagt Angehrn. «Es ist eine Lotterie.» Bei Einbruch der Dunkelheit ging es zurück zur Bürgerhütte. Am Ziel angekommen, verwöhnte der Verkehrsverein die Wanderer mit Würsten vom Grill, Selbstgebackenem und Getränken. Einen krönenden Abschluss fand der Abend mit der traditionellen Sternschnuppensuppe. (red)

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