«Auf einer Wellenlänge»: Stephan Mair und Benjamin Winkler bilden auch in Zukunft das Trainerduo des HC Thurgau

Der Swiss-League-Club gibt die Vertragsverlängerung mit seinen Trainern bekannt. Erstmals unterschreibt das Duo für zwei Jahre - und das hat seine Gründe.

Matthias Hafen
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Stephan Mair (vorne) und Benjamin Winkler ergänzen sich auf der Trainerbank und in der Arbeit mit dem Team bestens.

Stephan Mair (vorne) und Benjamin Winkler ergänzen sich auf der Trainerbank und in der Arbeit mit dem Team bestens.

Mario Gaccioli (Weinfelden, 10. September 2019)

Die Trainerfrage beim HC Thurgau ist bis und mit der Saison 2021/22 geklärt. Der 52-jährige Südtiroler Stephan Mair und sein 43-jähriger Schweizer Assistent Benjamin Winkler bleiben dem Playoff-Viertelfinalisten zwei weitere Jahre treu. Für den HCT ist das aus zwei Gründen eine gute Nachricht. Erstens bleibt so die Kontinuität in der positiven Entwicklung gewährt. Und zweitens sieht Mair demnach Potenzial, die Mannschaft noch einen Schritt weiter zu bringen. Denn das war schon immer der Antrieb des Italieners, ein Team zu übernehmen oder bei einem Team zu bleiben. Thurgaus Geschäftsführer und Sportchef Martin Büsser spricht von angenehmen Verhandlungen mit dem Trainerduo.

Ambitionierte Ziele sind der gemeinsame Nenner

«Es schien von Anfang an klar, dass man den eingeschlagenen Weg gemeinsam weitergehen will», sagt Büsser. Beide Seiten wüssten, was sie voneinander hätten. In einem Business, in dem die Haltbarkeit eines Erfolgstrainers und die Geduld eines Clubs meist nur von kurzer Dauer sind, ist das für alle ein grosser Pluspunkt. Sportchef Büsser betont, dass ambitionierte Ziele für alle involvierten Parteien die Basis für die Vertragsverhandlung gewesen seien. «Wir befinden uns auf der gleichen Wellen­länge. Wir wollen gemeinsam etwas erreichen.» Trotz des Playoff-outs in den Viertelfinals gegen Visp wurde auch diese Saison deutlich, dass Mair und Winkler das Team stetig weiterbringen. Zeitweise spielte Thurgau heuer an der Spitze der Swiss League mit. Im Jahr zuvor hatte es sich erstmals seit 21 Jahren wieder für die Halbfinals qualifiziert.

Zweijahresverträge für mehr Planungssicherheit

Mair, der die Ostschweizer seit vier Jahren coacht, und Winkler, der seit viereinhalb Jahren an der Bande des HC Thurgau steht, haben erstmals mit einer ihrer Gewohnheiten gebrochen. Hatte das Duo zuvor konsequent nur Einjahresverträge unterschrieben, binden sich die beiden Trainer nun gleich für zwei Jahre bis und mit 2021/22 an den Club. «Der Input kam von beiden Seiten», sagt Sportchef Büsser. «Dabei geht es primär um Planungssicherheit.»

Die Vertragsverlängerung mit Mair/Winkler hat auch Auswirkungen auf die Zusammenstellung von Thurgaus Kader. «Viele Spieler wollten wissen, wer bei uns nächste Saison an der Bande steht», so Büsser. Nun könne man in den nächsten Tagen weitere Verpflichtungen bekanntgeben.