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Auf einen polnischen Priester folgt in der katholischen Kirchgemeinde Arbon einer aus Indien

Dominik Diezi wird am 1. Juni das Stadtpräsidium übernehmen. Am Mittwoch ist er nach achtjähriger Amtszeit als Präsident der Katholischen Kirchgemeinde verabschiedet worden. Personalien dominierten die Rechnungsgemeinde.
Max Eichenberger
Auf Dominik Diezi soll im November Friedrich Sakkal ins Präsidium folgen. Vorübergehend teilen sich Myrta Lehmann und Andreas Raschle das Amt interimistisch. (Bild: Max Eichenberger)

Auf Dominik Diezi soll im November Friedrich Sakkal ins Präsidium folgen. Vorübergehend teilen sich Myrta Lehmann und Andreas Raschle das Amt interimistisch. (Bild: Max Eichenberger)

Das Demissionsschreiben sei «nicht unerwartet» gekommen, sagte Co-Interimspräsident Andreas Raschle an der Kirchbürgerversamlung vom Mittwoch. Natürlich war klar, dass Dominik Diezi nach seiner Wahl zum Stadtpräsidenten sein Amt niederlegen würde. Anfang März geschah dies dann auch umgehend. Raschle würdigte die Verdienste von Diezi bei dessen Verabschiedung:

«Neun Jahre haben wir insgesamt auf seine Dienste zählen dürfen. Er hat das Amt mit grosser Verantwortung, Engagement und Freude ausgeübt.»

In seiner Amtszeit habe er insbesondere im Baubereich einiges bewerkstelligt. Dem Bibelwort habe er nachgelebt, die Talente nicht zu begraben, sondern zum Wohle der Menschen einzusetzen. Diese werde er auch in seiner neuen Funktion im Stadthaus einbringen, ist Raschle überzeugt.

Friedrich Sakkal schnuppert am Präsidium

Die Nachfolgeregelung ist aufgegleist, nachdem aktiv mehrere Personen durch die Wahlkommission angegangen und Gespräche geführt worden sind. In einem ersten Schritt haben die Kirchbürger mit 76 Stimmen bei sieben Enthaltungen Friedrich Sakkal in die Kirchenbehörde gewählt. Der 53-jährige gebürtige Münchner wohnt seit 2012 mit seiner Familie in Roggwil. Raschle stellte in Aussicht:

«Wenn es für ihn stimmt, würde er nach der Einarbeitung in die Behördetätigkeit gerne das Präsidium übernehmen und sich im November der Wahl stellen.»

Für den studierten Maschinenbauingenieur und Geschäftsführer einer Immobilienholding in Zürich ist es «als Newcomer eine grosse Ehre», sich für die Kirche zu engagieren. Weil er grösstenteils im Homeoffice arbeite, erlaube ihm dies, die Zeit frei einteilen zu können, sagt der ökumenisch verheiratete Vater dreier Kinder. Er würde sich gerne einbürgern lassen, doch sei es noch zu früh, den Schweiz Pass erlangen zu können, antwortete er auf die Frage eines Kirchbürgers. Bis zu einer allfälligen Wahl Sakkals teilen sich Andreas Raschle und Myrta Lehmann interimistisch das Präsidialamt.

Pater Henryk Walczak wird Ende Juni verabschiedet

Pater Henryk Walczak. (Bild: PD)

Pater Henryk Walczak. (Bild: PD)

Eine weitere Personalie betrifft die Pfarradministration. Pater Henryk Walczak wird an Fronleichnam Ende Juni offiziell verabschiedet, teilte Raschle mit. Eine gute Lösung sei gefunden. Das Bistum Basel habe zugesichert, die Stelle im Umfang von 50 Prozent zu besetzen. Geplant sei die Anstellung eines indischen Priesters. Dieser sei bereits im deutschen Raum tätig gewesen. Namentlich bekanntgemacht werde er, wenn die Anstellung definitiv unter Dach sei: «Wir sind froh, dass der priesterliche Dienst so weiter abgedeckt sein wird.»

Am 1. August wird das neue Gemeindeleiter-Ehepaar Simone und Tobias Zierof mit einem Pensum von 150 Prozent seine Arbeit in der Pfarrei aufnehmen. Der Wunsch aus dem Kirchenvolk, die beiden vorher kennenzulernen, erfülle sich zum einen aus terminlichen Gründen nicht. Zudem wolle die Gemeindeleitung «erst einmal ankommen und dann die nächsten Schritte machen», erklärte Raschle.

Pfarrhaus wird für 378'000 Franken umgebaut

Quasi in Vorleistung geht die Kirchgemeinde. Sie renoviert das Pfarrhaus und stellt der fünfköpfigen Familie eine neu hergerichtete Wohnung bereit. Einem Kredit für die Renovation und den Umbau des Pfarrhauses von 378'000 Franken stimmte die Versammlung am Mittwoch zu. Knapp 100'000 Franken entfallen auf die Umnutzung der Wohnung, 139'000 Franken auf den Büroausbau. Brandschutz und die Erneuerung der Gebäudetechnik machen laut Architekt Raphael Künzler den grössten Brocken aus. Ende Juli sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Weil die Denkmalpflege neuerdings «dezenter subventioniere», flössen vom Kanton keine Gelder.

In der einstimmig genehmigten Jahresrechnung resultierte ein durch Steuernachzahlungen begünstigter Vorschlag von einer Viertelmillion. Damit und mit der 2018 letztmals erhobenen Bausteuer summierten sich die für Bauinvestitionen vorgesehenen Rückstellungen seit 2013 auf 3,85 Millionen Franken. Beansprucht wurden Rechnungsführer Sascha Bigger zufolge 2,5 Millionen Franken.

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