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Bischofszeller sind auf der Suche nach den Abendseglern

40 Personen hielten bei einer Exkursion in Bischofszell nach Fledermäusen Ausschau.
Monika Wick
Blick in den Nachthimmel zu den Fledermäusen. (Bild: Monika Wick)

Blick in den Nachthimmel zu den Fledermäusen. (Bild: Monika Wick)

Auf dem Pullover von Jasmine Huber ziert die Silhouette einer Fledermaus. Um ihren Hals trägt sie eine Kette, an der ein Abbild der zierlichen Tiere befestigt ist. Sogar unter der Haut hat die junge Frau aus Eschlikon ihr Lieblingstier verewigt. Sie sagt:

«Mich fasziniert das Nischendasein, das die Fledermaus fristet. Man sieht sie nicht oft und nimmt sie nur selten wahr.»

Das sollte sich in Bischofszell am Freitagabend ändern. Bewaffnet mit einem Detektor, der die hochfrequenten Rufe der Fledermäuse in hörbare Laute umwandelt, machte sich Jasmine Huber auf die Suche nach den aussergewöhnlichen Tierchen. Ermöglicht hatten die Aktion die Fledermausschutzbeauftragten Marius und Franziska Heeb, die im Rahmen der 23. Internationalen Nacht der Fledermäuse zu einer Exkursion eingeladen hatten. Das Interesse an der Führung war gross. Rund 40 Personen versammelten sich beim Eindunkeln beim Tanklager neben der neuen Thurbrücke.

Je dunkler es wurde, desto häufiger schlugen die Detektoren aus

Während Marius Heeb über die Fledermausarten, ihr Jagdverhalten und die Art der Rufe informierte, faszinierten die Kinder vor allem die beiden Pfleglinge, die sich in einer Kiste befanden und von seiner Frau gefüttert wurden.

«Fledermäuse fressen täglich einen Drittel ihres Körpergewichts in Form von Insekten.»

erklärte Marius Heeb. «Da ist eine Fledermaus», bemerkte ein Kind. Tatsächlich flog zwischen den Schwalben ein Abendsegler. Er gehört neben der Zwergfledermaus und der Wasserfledermaus zu der häufigsten Art im Gebiet der Fledermausschutzbeauftragten. «Im Umkreis von drei Kilometern befinden sich elf Quartiere, die mehreren hundert Fledermäusen Unterschlupf gewähren», sagte Marius Heeb.

Je dunkler es wurde, desto häufiger schlugen die Detektoren aus und bestätigten die Anwesenheit der Tiere. Beim Gang durch den Wald und entlang des Industriekanals gelang es dann auch, viele Tiere bei der Jagd nach Nahrung zu beobachten. «Im Flug schlägt das Herz einer Fledermaus 1100-mal pro Minute, während des Winterschlafs lediglich 15-mal», berichtete Marius Heeb. Jasmine Hubers Herz hingegen schlägt für die Fledermäuse. «Ich beabsichtige nun selber den Kurs zur Fledermausschutzbeauftragten zu absolvieren», sagte sie.

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