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Auf dem Gelände der Zinctec in Egnach soll es einen Industriepark geben

Die Verzinkerei hat im letzten Jahr den Betrieb eingestellt. Die neuen Eigentümer haben grosse Pläne für das riesige Areal.
Markus Schoch
Blick durch ein Absperrgitter auf die ehemalige Warenannahme. (Bild: Markus Schoch)

Blick durch ein Absperrgitter auf die ehemalige Warenannahme. (Bild: Markus Schoch)

Es war kein schönes Ende, als die Verzinkerei den Betrieb nach über 50 Jahren einstellte. Rund 40 Mitarbeiter verloren ihre Stelle. Die Gewerkschaften sprachen von einer «skandalösen Massenentlassung» und organisierten bei klirrender Kälte einen Warnstreik, an dem sie einen fairen Sozialplan forderten. Im April war dann endgültig Schluss. Grund: Es fand sich kein Investor, der das nötige Geld bereitstellte, um das Unternehmen in die Zukunft zu führen.

Die Zinctec als Produktionsbetrieb ist zwar Geschichte, die Firma gibt es auf dem Papier aber immer noch. Und hinter den Kulissen hat sich in den letzten Monaten einiges getan. Der Verwaltungsrat ist seit kurzem komplett neu bestellt. Nicht mehr Carole Schmidt von der Schweizerischen Drahtziegelfabrik AG in Lotzwil hat das Sagen; die Berner Firma übernahm 2008 die Zinctec.

Neue Eigentümer aus der Region

Im Verwaltungsrat sitzen jetzt Bettina Schlegel und ihre beiden Brüder Patrick und Donat Bregenzer von der Bresga AG, die in den Bereichen Fensterbau, Innenausbau und Verwaltungen tätig ist und Standorte in Egnach und St. Gallen hat. Die Geschwister haben die Zinctec Mitte Jahr gekauft und möchte auf dem riesigen, rund 20'000 Quadratmeter grossen Firmengelände dereinst einen «schönen Industriepark» eröffnen, sagt Donat Bregenzer. Im Detail sei aber noch vieles offen.

Die Büros und Produktionshallen sind zwar leer, die Firma ist aber noch immer angeschrieben. (Bild: Markus Schoch)

Die Büros und Produktionshallen sind zwar leer, die Firma ist aber noch immer angeschrieben. (Bild: Markus Schoch)

Die Umnutzung des Geländes in der Industriezone wird nicht ganz einfach sein. Es ist seit 2011 im Kataster der belasteten Standorte eingetragen. Und der Untergrund ist sanierungsbedürftig, wie Voruntersuchungen in den Jahren 2014 bis 2016 gezeigt haben, sagt Martin Eugster, der Chef des kantonalen Amtes für Umwelt, der in Egnach wohnt. Im Moment würden Detailabklärungen laufen, um die nötigen Massnahmen zu bestimmen und die Dringlichkeit der Arbeiten festzulegen. Die Zinctec darf das Areal heute nutzen, solange die Sanierung der Altlasten dadurch nicht erschwert wird.

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