Asylsuchende bekommen in Sulgen wieder eine Unterkunft

Das Staatssekretariat für Migration (SEM) nimmt erneut die Anlage für Luftschutztruppen (ALST) an der Auholzstrasse in Betrieb. Das SEM benötigt aufgrund der Coronapandemie vorübergehend zusätzliche Unterbringungskapazitäten für Asylsuchende.

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Zufahrt zur unterirdischen Truppenunterkunft in Sulgen.

Zufahrt zur unterirdischen Truppenunterkunft in Sulgen.

Bild: Georg Stelzner (Sulgen, 29. Oktober 2020)

(red) Die bestehenden Bundesasylzentren (BAZ) können wegen der strikt einzuhaltenden Mindestabstände nur zu rund 50 Prozent genutzt werden. Parallel dazu hat die Zahl der Eintritte in die BAZ wieder zugenommen. In anderen Regionen der Schweiz musste der Bund darum bereits zusätzliche Unterbringungsstrukturen für Asylsuchende in Betrieb nehmen.

Dasselbe gilt nun auch für die Ostschweiz. Das SEM nimmt in Absprache mit dem Kanton Thurgau und der Gemeinde Sulgen die Anlage für Luftschutztruppen (ALST) wieder in Betrieb. Bereits in den Jahren 2015 bis 2019 stellte die Gemeinde Sulgen diese Unterkunft dem Bund für die temporäre Unterbringung von Asylsuchenden zur Verfügung.

Maximal zur Hälfte belegt

Das SEM möchte die Anlage so früh wie möglich in Betrieb nehmen, voraussichtlich ab Dezember. In den nächsten Wochen stehen noch diverse Vorbereitungsarbeiten an.

Die Nutzung der Unterkunft ist vorerst für sechs Monate vorgesehen. Im Frühling 2021 wird die Situation überprüft. Bei Bedarf ist eine Verlängerung bis Ende 2021 möglich. Von den insgesamt 120 Plätzen in der ALST wird coronabedingt maximal rund die Hälfte genutzt.

Bei Fragen hat die Bevölkerung ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Anlage die Möglichkeit, sich an eine 24-Stunden-Hotline (Telefon 058'480'53'23) zu wenden.