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Die Kreuzlinger Bodensee-Arena muss sich neu erfinden

«Ich schänke dir es Lied» war wohl die letzte Sendung des Schweizer Fernsehen aus der Eishalle in Kreuzlingen. Es gibt keine Buchungen mehr. Der Verwaltungsrat wird bald eine neue Strategie vorlegen.
Martina Eggenberger Lenz
Die Bodensee-Arena in Kreuzlingen. (Bild: Reto Martin)

Die Bodensee-Arena in Kreuzlingen. (Bild: Reto Martin)

Am 19. Mai wäre die letzte Gelegenheit gewesen, die Aufzeichnung einer TV-Show in der Bodensee-Arena zu besuchen. Nur hat das damals noch keiner gewusst. Heute ist klar: «Ich schänke dir es Lied» war gleichzeitig die Dernière des Fernsehens in der Kreuzlinger Eishalle.

Ende Juni hat die SRG bekanntlich kommuniziert, dass sie im Rahmen ihres Sparprogramms die externen Produktionsstätten aufgibt. Offiziell laufe der Vertrag mit SRF noch bis 31. Dezember, sagt Matthias Mölleney, Verwaltungsratspräsident der Bodensee-Arena. «Wir gehen aber davon aus, dass es keine Produktionen mehr geben wird und wir haben auch keine entsprechende Reservierungsanfrage vorliegen.»

Es fehlen bis zu 400'000 Franken

Seit man wisse, dass das Fernsehgeschäft zu Ende sei, sei man intensiv daran, die Strategie auf die neue Situation auszurichten. Man rede mit vielen Nutzern und anderen Interessengruppen, um Ideen zu gewinnen, erklärt Mölleney. «Bei allen bisherigen Gesprächen ist klar geworden, dass es sehr schwierig ist, eine langfristige Strategie zu entwickeln.» Dennoch sei der Verwaltungsrat zuversichtlich, dass er dies schaffen werde. Es gilt, einen Fehlbetrag von bis zu 400'000 Franken auszugleichen. So viel hat die Kooperation mit dem Fernsehen der Arena jährlich gebracht.

Matthias Mölleney, VR-Präsident der Bodensee-Arena in Kreuzlingen. (Bild: Reto Martin)

Matthias Mölleney, VR-Präsident der Bodensee-Arena in Kreuzlingen. (Bild: Reto Martin)

Ein Ansatzpunkt ist, zusätzliche Sportarten in die Bodensee-Arena zu holen, die ein hohes Zuschauerinteresse haben. «Davon versprechen wir uns viel», betont Mölleney. Mit dem Boxkampf vom 25. August wurde ein Anfang gemacht. Der nächste Box-Event findet am 26. Dezember in der Eishalle statt. Im Zentrum stehe ein WBF World Boxing Federation Kampf mit Zino Meuli. Dazu würden weitere Profikämpfe kommen, auch mit Frauen, sowie einige Kämpfe in der Kategorie des olympischen Boxens.

Auch findet am 24. November wieder einmal ein Konzert in der Bodensee-Arena statt. Der britische Sänger und Hitproduzent Albert Hammond soll die Halle möglichst füllen. Mit Musikveranstaltungen sei es aber so eine Sache, sagt der Verwaltungsratspräsident. Für Topveranstaltungen sei die Arena zu klein, für kleinere zu gross.

Bodensee-Arena will die Tennishalle trotzdem mieten

Auch wenn das Fernsehen jetzt weg ist und somit kein Foyer für das SRF mehr benötigt wird, hat die Arena AG nach wie vor Interesse an einer Miete der heutigen Tennishalle. «Wir brauchen unbedingt mehr Platz», sagt Matthias Mölleney. Zum einen für die Verpflegung der stark wachsenden Gruppe der Sportschüler, zum anderen für die Einrichtung von neuen Garderoben, die man für die Sportkunden benötige. Dafür hat auch der Stadtrat Verständnis.

Dorena Raggenbass bestätigt, dass die Eissportler und Fussballer klar mehr Garderobenräume bräuchten, unter anderem wegen der steigenden Anzahl Frauen im Sport. Auch sei der Platzbedarf für das Catering der Sportschule ausgewiesen. Die Stadträtin weist darauf hin, dass die Entwicklung der Bodensee-Arena nicht isoliert betrachtet werden könne, sondern im Zusammenhang mit der Revision der Ortsplanung zu sehen sei.

Alles hängt von der Verlegung der Sportanlagen ins Seezelg ab

Es hänge alles davon ab, welcher Zeitplan für die Verlegung der Sportanlagen ins Gebiet Seezelg definiert werde. Die Exekutive wolle noch diesen Herbst den Zeithorizont fixieren. Dann könne man entscheiden, welche Investitionen wann in die Bodensee-Arena getätigt werden sollen. «Es geht alles Hand in Hand», sagt Raggenbass.

Der Stadtrat habe aber dem Verwaltungsrat der Bodensee-Arena den klaren Auftrag erteilt, die Strategie neu zu definieren. Ende September solle diese präsentiert und dann wenig später von der Exekutive abgesegnet werden.

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