ArboPark: Mehr als eine Idee?

Manche freuen sich auf die geplante Freizeitanlage, andere nicht. Einzelne meinen, sie wird nie gebaut. Und haben vielleicht recht.

Alessa Sprinz
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In dieser Halle soll der Freizeitpark entstehen.

In dieser Halle soll der Freizeitpark entstehen.

Andrea Stalder

In den sozialen Medien wurde er heiss diskutiert, der geplante Indoor-Freizeitpark ArboPark. Die Firma Arbopark Promotion AG will in der mittleren der drei grossen Industriehallen neben dem Jumbo verschiedene Attraktionen schaffen. Unter anderem eine elektrisch betriebene Kartbahn, vier Bowlingbahnen, zwei Lounges und eine Smartgolfanlage. Bei Letzterem handelt es sich um eine digitale Version von Golf. Die Firma hat ein Baugesuch eingereicht, das noch bis Mitte nächster Woche aufliegt.

Einzelne User auf Facebook freuen sich über das Vorhaben.

«Finde ich gut»,

kommentiert einer den Bericht der «Thurgauer Zeitung» über das Projekt. Ein anderer schreibt, die geplante Umnutzung der leer stehenden Halle sei eine gute Idee, damit die Stadt nicht einschlafe. Andere zeigen sich weniger erfreut über die Pläne. Ihre Sorge gilt vor allem dem möglichen Lärm. Eine Kommentatorin schreibt deshalb auf Facebook:

«Ich sage nein danke!»

Ähnlicher Meinung ist auch Max Gimmel. Der ehemalige FDP-Parlamentarier ruft in einem Leserbrief in Erinnerung, dass das Saurer-Areal neben dem Jumbo seinerzeit zur Erhaltung gewerblich-industrieller Arbeitsplätze in der Industriezone belassen worden sei. Die Freizeitanlage laufe diesen Bestrebungen entgegen. «Müsste deshalb nicht bereits heute zu den verbleibenden Industrie- und Gewerbezonen Sorge getragen werden, damit sie auch in Zukunft für Produktionsstätten genutzt werden können?»

Es gibt auch diejenigen, die den ArboPark für ein Luftschloss halten. «Tönt gut, aber ob er auch realisiert wird, ist eine andere Geschichte», schreibt einer. Die meisten Anläufe für den Betrieb eines Freizeitparks in der Schweiz seien gescheitert. Die Firma Arbopark Promotion AG will sich nicht äussern beziehungsweise hat ihre Aussagen in letzter Sekunde zurückgezogen, weil sie weder Vorfreude noch Ängste schüren will. Zudem sei es grundsätzlich zu früh, um Stellung zu nehmen. Die Investitionskosten für das Projekt belaufen sich auf 1,4 Millionen Franken.

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